Bonava und Vertreter aus Dietzenbach feiern Richtfest

Neues Quartier am Hessentagspark ist  "Meilenstein in der Stadtentwicklung"

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Ein Richtkranz für den ersten Bauabschnitt. 

Dietzenbach – Beim ersten Versuch will es noch nicht so ganz klappen. Bernd Waldenberger, Senior-Chef einer Dachdeckerei, wirft das Sektglas von einem der Obergeschosse des Rohbaus. Es zerspringt allerdings in wenige große Stücke. Von Christian Wachter

Und weil Scherben nun einmal Glück bringen, geht Erster Stadtrat Dieter Lang mit einem weiteren Glas und viel Schwung auf Nummer sicher. Den Anlass trägt Waldenberger in Reimform vor: „Es ist ein guter alter Brauch, und nebenbei recht lustig auch, wenn man ein Richtfest dann begeht, wenn erst einmal das Dache steht. “.

Gabriele Rützel, Fachbereichsleiterin für Zentrale Steuerung, Stadtplanung und -entwicklung, Bonava-Projektleiterin Hannah Steffens, Senior Dachdecker-Chef Bernd Waldenberger und Erster Stadtrat Dieter Lang stoßen auf das Quartier an.

Die Vertreter des Projektentwicklers Bonava, der Stadt sowie viele weitere Beteiligte und Besucher haben sich alle zum Richtfest für den ersten Abschnitt des neuen Wohnquartiers am Hessentagspark eingefunden. Das geplante Ensemble entlang der Offenbacher Straße nimmt damit also immer mehr Konturen an, im kommenden Sommer sollen die ersten Wohnungen im nördlichen Teil bezugsfertig sein. Insgesamt entstehen auf dem 15. 000 Quadratmeter großen Grundstück bis voraussichtlich 2020 173 Wohnungen. Wie berichtet, ist das Projekt in drei Abschnitte unterteilt: zwei äußere mit 34 beziehungsweise 49 Eigentumswohnungen, dazu der 2017 an den Investor Industria Wohnen verkaufte Mittelteil mit 90 Mietwohnungen und 900 Quadratmetern Gewerbefläche.

Bonava-Projektleiterin Hannah Steffens berichtet, dass man voll im Zeitplan sei. „Der Innenausbau läuft auf Hochtouren, sodass uns die kalten Wintertemperaturen kaum einschränken – pünktlich im August werden wir die ersten Schlüssel übergeben können.“ Ihr Dank gilt an diesem Mittag vielen, den Architekten und Handwerkern etwa, aber auch den Planern und der Stadt. „Wir haben eng und konstruktiv zusammengearbeitet.“ Auch einige Käufer sind gekommen. „Und was wäre Wohnbau schon ohne Bewohner“, kommentiert Steffens.

Auch Lang lobt viele Beteiligte und hebt das Areal „angesichts seiner Größe als Meilenstein in der Stadtentwicklung“ hervor. Er könne sich noch gut an die Beschlussvorlage im Jahr 2015 erinnern, dass die Stadtverordneten zustimmten, sei „eine gute Entscheidung“ gewesen. Bonava habe bewusst auch den Bedarf für größere Wohnungen eingeplant. Er wolle auch noch einen Werbeblock für Dietzenbach einspielen, sagt er schmunzelnd: Man habe Kita und Schule direkt ums Eck, außerdem eine gute Anbindung für Pendler und auch die Naherholung durch den Stadtpark und den Wald in der Nähe. Grün gibt’s aber auch ganz unmittelbar vor der Haustüre, es sind 30 Privatgärten geplant, jede Parzelle soll über einen Wasser- und Gasanschluss verfügen.

Etwa zwei Drittel der Wohnungen sind inzwischen vergeben. Die, die noch zu haben sind, bieten zwischen 56 und 111 Quadratmeter Wohnfläche, außerdem je einen Balkon oder eine Terrasse. Jeder Wohnung sind ein bis zwei Tiefgaragenplätze zugeordnet, die optional erworben werden können. „Auch die nächsten Bauabschnitte sind schon in Vorbereitung, die Baugrube für benachbarte Mietwohnungen ist ausgehoben und auch der letzte Abschnitt wird mit etwas Glück noch im Frühjahr starten“, sagt Steffens.

Fest ohne Grenzen im Hessentagspark

Das Richtfest hat auch viel Interesse aus der Nachbarschaft geweckt. Sie sei eben wissbegierig, nicht neugierig, begründet eine Anwohnerin ihren Besuch mit einem Lächeln. „Und Dietzenbach braucht Wohnungen, das ist klar.“ Außerdem handle es sich um eine Fahrradstadt, da habe sie schauen wollen, wie das mit den Abstellplätzen geregelt wird. Einer der vielen Kundigen an diesem Mittag ist Wolfram Achenbach, Regionsleiter bei Bonava. Für so etwas gebe es ohnehin eine Stellplatzsatzung, erläutert er. Fahrräder können etwa außen unter überdachten Plätzen oder, wenn nicht so häufig benötigt, im Keller abgestellt werden. Generell sei ihnen die Stadt entgegengekommen, wo es ging. „Es hat alles geklappt wie geplant, das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Infos für Interessenten gibt es unter der Telefonnummer 0800/6708080

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