Bürgermeister kündigt Kandidatur an

Dietzenbach: Rogg stellt sich zur Wiederwahl

Dietzenbachs Bürgermeister Jürgen Rogg
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Bürgermeister Jürgen Rogg kandidiert erneut.

Dietzenbachs Bürgermeister Jurgen Rogg (parteilos) hat angekündigt, erneut für das Amt des Stadtoberhauptes zu kandidieren. Die Dietzenbacher Bürgermeisterwahl findet zeitgleich mit der Kommunalwahl am 14. März statt.

Dietzenbach – Der Kampf ums Bürgermeisteramt in der Kreisstadt nimmt langsam Fahrt auf: Gestern hat nun Amtsinhaber Jürgen Rogg (parteilos) angekündigt, sich erneut für den Posten zur Wahl zu stellen. Zuvor hatten bereits die Grünen in Rene Bacher einen eigenen Kandidaten gekürt.

„Ich habe diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen und mich vor allem intensiv mit meiner Familie und engen Freunden beraten“, teilte Rogg gestern mit. „Es ist die falsche Zeit für Experimente, es ist die falsche Zeit für mich, aufzuhören.“ Mit seinen 58 Jahren gehöre er noch nicht zum „alten Eisen“, so das Stadtoberhaupt. „Schließlich kann man mit 77 noch Präsident der USA werden.“ Außerdem sei die Aufgabe des Bürgermeisters „eine der schönsten, die man sich vorstellen kann“.

Die Dietzenbacher Bürgermeisterwahl findet zeitgleich mit der Kommunalwahl am 14. März statt. Sollte es noch mehr Kandidaten außer Rogg und Bacher geben und keiner der Bewerber eine absolute Mehrheit der Stimmen erhalten, gibt es zwei Wochen später eine Stichwahl.

Dietzenbach: Rogg ist seit 2009 Bürgermeister

Jürgen Rogg ist seit 2009 und Bürgermeister in Dietzenbach, aktuell ist es seine zweite Amtszeit. 2015 gewann er die Wahl gegen den einzigen Herausforderer Dietmar Kolmer (CDU). Damals hatten ihn die Wählerinitiative WIR-BfD und die SPD (die keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schickten) unterstützt.

Doch das Verhältnis zwischen Sozialdemokraten und Bürgermeister ist inzwischen merklich abgekühlt. Im Zusammenhang mit einer städtischen Bürgschaft für die Stadtwerke Dietzenbach hatten die SPD-Stadtverordneten Rainer Engelhardt und Jerome Alex gar eine Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Jürgen Rogg beim Regierungspräsidium Darmstadt und beim Kreis Offenbach eingereicht (wir berichteten). „Wir werden Herrn Rogg natürlich nicht unterstützen“, sagte erwartungsgemäß SPD-Stadtverordneter Ahmed Idrees auf Nachfrage unserer Redaktion. Man werde bei der nächsten Mitgliederversammlung im Dezember einen eigenen Kandidaten aufstellen, kündigte er an. Auch eine erneute Unterstützung von WIR-BfD – immerhin einst als „Wähler-Initiative Rogg“ angetreten – ist zumindest fraglich, denn die Gruppierung hatte bereits angekündigt, bei der Kommunalwahl nicht mehr anzutreten, da es an Kandidaten für eine Liste fehle.

Ob die CDU einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt schickt oder gar die Kandidatur von Rogg unterstützt, konnte man auf Nachfrage unserer Redaktion noch nicht sagen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Manuel Salomon verwies auf die Mitgliederversammlung, die am gestrigen Abend stattfand, aus der bis Redaktionsschluss allerdings noch kein Ergebnis vorlag. (Von Niels Britsch)

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