Hessen

Rückruf bei Unternehmen aus Dietzenbach: Pilze nicht essen - Gefahr für Asthmatiker

Rückruf eines Lebensmittelgroßhandels aus Dietzenbach: Es handelt sich um Pilze, deren Verzehr gesundheitsgefährdend sein könnte.

  • Das Unternehmen SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH aus Dietzenbach ruft Pilze zurück.
  • Der Grund ist der erhöhte Wert eines Gases - Gesundheitsrisiken drohen.
  • Die Zahl der Rückrufe von Lebensmitteln hat sich in den letzten Jahren verdoppelt.

Dietzenbach - Pilze mit Gesundheitsrisiko? Shiitake-Pilze sind fester Bestandteil der chinesischen Küche und werden häufig in Wokgerichten verwendet. Die Pilze sind sehr aromatisch und gelten eigentlich als sehr gesund, da sie viel Vitamin B enthalten. In diesem Fall ist aber Vorsicht geboten: Es gibt einen Rückruf des Lebensmittelgroßhändlers SSP Trade & Consult GmbH aus Dietzenbach, der die Pilze aus Asien importiert und in Deutschland verkauft.

Der Grund des Rückrufs: In den Pilzen befinde sich ein erhöhter Schwefeldioxidgehalt, wie das BVL am Mittwoch (11.02.2021) mitteilte. Außerdem fehle eine Kennzeichnung des Allergens Schwefeldioxid. Betroffen seien Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28. August 2022 und der Los-Kennzeichnung QDMS-0120. Konkret handelt es sich dabei um das Produkt „Shiitake Donko, getrocknete Shiitake-Pilze“, das in 50-Gramm-Packungen mit der Artikelbezeichnung J013 sowie eine 1-Kilogramm-Packungen mit der Artikelbezeichnung J002 verkauft wird. Verkauft werden die Pilze in Fachmärkten und Online-Shops wie „Otsumami-Land“.

Nicht nur Rückruf von Pilzen bei Dietzenbach: Zahl an Rücknahmen wächst

In den letzten Jahren hat sich laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Zahl der Rückrufe von Lebensmitteln verdoppelt. Der häufigste Grund sei dabei laut BVL mikrobiologische Verunreinigungen. Aktuell sind davon beispielsweise Wurstprodukte betroffen. Problematisch sind in Lebensmitteln aber auch häufig Kleinstteile wie Plastik oder Glas, die zu inneren Verletzungen führen können. Um diese handelt es sich aber in diesem Fall nicht. Das Problem: Bei dem Produkt des Unternehmens aus Dietzenbach ist ein erhöhter Wert aufgetreten.

Shiitake-Rückruf: Pilze wegen erhöhtem Schwefeldioxidgehalt nicht verzehren.

Rückruf eines Unternehmens aus Dietzenbach: Pilze enthalten zu viel Schwefeldioxid

Schwefeldioxid dient in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel - es blockiert bestimmte Enzyme und verhindert so, dass sich Pilz- und Bakterienkulturen bilden. Laut BVL dient Schwefeldioxid außerdem dazu, enzymatische Bräunungsprozesse bei bestimmten Obst- und Gemüsesorten zu verhindern. Bei „geschwefelten“ getrockneten Aprikosen bleibt dadurch beispielsweise die kräftig orange Farbe erhalten, auch Pilze halten sich so länger.

Bei dem Rückruf des Unternehmens aus Dietzenbach handelt es sich um Pilze, deren Schwefeldioxid-Wert erhöht ist. Für den Menschen kann das schädlich sein: Das Gas kann Kopf- und Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen auslösen. Besonders vorsichtig sollten Asthmatiker sein, da Schwefeldioxid auch zu Atemproblemen führen kann.

Diese Woche wurde auch ein Hanf-Öl zurückgerufen. Der Grund: Es könne Halluzinationen auslösen. Einen Rückruf mit besonderer Warnung gab es bei Tiefkühl-Gemüse von Rewe. (Paul Siethoff).

Rubriklistenbild: © SSP Trade & Consult GmbH

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