Fundraising für Gemeindesaal

Sanierungs-Kur in der Altstadt

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Der Saal im Christus-Gemeindehaus an der Pfarrgasse soll umgebaut werden.

Dietzenbach - Der Gemeindesaal soll umgebaut und modernisiert werden. Das hörten die Christus-Gemeinde-Mitglieder bei der Versammlung von Pfarrerin Andrea Schwarze und Pfarrer Manfred Senft. Dafür entfallen dieses Jahr das Kirchgarten- und das „Klaa Trinkbornfest. “. Von Barbara Scholze 

Voraussichtlich ab März bis Anfang Oktober wird die evangelische Christus-Gemeinde ihrem Gemeindesaal an der Pfarrgasse eine kräftige Sanierungs-Kur zukommen lassen. Genaue Informationen zu den Plänen gaben anlässlich der alljährlichen Gemeindeversammlung Pfarrerin Andrea Schwarze und Pfarrer Manfred Senft sowie zwei Architekten des von der Kirchenleitung mit der Renovierung beauftragten Büros Kollmenter und Fink.

Als besonders gastfreundlicher Fixpunkt in der Altstadt gilt das Gemeindehaus schon lange. Jährlich locken Feste, Theateraufführungen, Konzerte und Veranstaltungen wie Seniorengeburtstage und der Kerbschoppen unzählige Dietzenbacher und ihre Gäste in Haus und Kirchgarten. Dazu kommen wöchentlich fast 300 Menschen zu Gruppen und Kreisen in den Räumlichkeiten des kleinen Hauses zwischen Kirche und Pfarrgebäude zusammen.

Nun soll der in die Jahre gekommene große Saal dort heller und freundlicher werden, wie die Pfarrer erklärten. Wo derzeit noch eine dunkle Holzdecke dominiert und die Lampen den Raum nicht unbedingt erhellen, sollen schon in ein paar Monaten bodentiefe Fenster und eine moderne Lichtanlage den Nutzern beste Umgebungsbedingungen bieten. Dazu wird die Küche vergrößert und die Toilettenanlage erneuert. „Wir werden auch Präsentationstechnik auf dem aktuellsten Stand der Entwicklung installieren“, kündigte Pfarrer Senft an.

Mit großem Engagement widmeten sich denn auch die Beteiligten der Gemeindeversammlung den Renovierungsplänen. Jede Menge Fragen wie „Wo kommen die Heizkörper hin?“ oder „Was ist mit den Fluchtwegen?“ prasselten auf die Architekten ein. Vor allem um das Thema „Beleuchtung“ machten sich die Versammelten Gedanken. „Wenn wir Chorprobe haben, ist es manchmal sogar schwierig, die Noten zu lesen“, berichtete etwa ein Chormitglied. „Ich kann sie beruhigen, geplant sind dimmbare LED-Leuchten, die sicher richtig hell machen werden“, erwiderte Architekt Uwe Kollmenter.

Rund 320.000 Euro wird der Umbau des Gemeindehauses kosten, 112.000 Euro muss die Christus-Gemeinde selbst aufbringen. „Wer garantiert uns denn, dass dieses Budget auch eingehalten wird?“, fragten einige Gemeindemitglieder. Während Kollmenter betonte, dass die Kirchenleitung die Kosten im Auge halte, erinnerte Senft an die Erfahrungen der letzten Renovierungsaktionen. So hat die Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren die Kirche innen renoviert, neue Glocken installiert, die Orgel restauriert und den Kirchhof erneuert (wir berichteten). „Und wir sind immer im Kostenrahmen geblieben, es wird also auch dieses Mal kein Elbphilharmonie-Desaster geben“, betonte der Pfarrer.

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Um den finanziellen Eigenanteil aufzubringen, setzt die Gemeinde auf eine ausgiebige „Fundraising-Kampagne“. „Es wird etwa jeden Monat eine Benefiz-Veranstaltung geben“, so Senft. Den Auftakt machte der Film „Hinter dem Meer“ mit Reiner Wagner und Karl-Heinz Lehr, weiter geht es mit einem Benefizkonzert mit „Mick Liebig & Friends“ am Freitag, 16. Februar, um 20 Uhr im Gemeindesaal (Pfarrgasse 3). Für Sonntag, 4. März, ist unter dem Motto „Time To Say Goodbye“ ein großes Abschiedsfest geplant.

Da während der Bauarbeiten der Gemeindesaal nicht genutzt werden kann, treffen sich einige Kreise und Gruppen ab März im Rut-Gemeindezentrum in der Rodgaustraße 40. Manche Veranstaltungen müssen leider ausfallen, teilte Pfarrer Senft mit: „Dazu gehören das Kirchgartenfest und das ,Klaa Trinkbornfest’.“

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