Glasfaseranschlüsse im Gewerbegebiet

Schnelles Internet für Unternehmen

Dietzenbach - Die FDP-Fraktion hat jüngst gefordert, Dietzenbacher Unternehmen wünschen sich das schon lange: schnelle Internetverbindungen auf Glasfaserbasis. Nun macht die Wirtschaftsförderung Nägel mit Köpfen, die Unternehmen sind nun am Zug.

Die Kreisstadt wirbt gerne mit der Nähe zum Frankfurter Flughafen und der zentralen Lage. Nur eines konnte sie bislang den Unternehmen nicht bieten: schnelles Internet. Da sich heutzutage aber nun mal die Attraktivität eines Gewerbegebietes nicht nur über die verkehrstechnische Infrastruktur definiert, sondern zunehmend über die verfügbare Internet-Bandbreite, war die Stadt im Zugzwang. So hat die FDP-Fraktion, wie berichtet, jüngst schnellere Internetverbindungen für die Unternehmen gefordert. Mit der Deutschen Glasfaser Business GmbH (Sitz im Nordrhein-westfälischen Borken) hat sich die Kreisstadt nun auf Rahmenbedingungen für den Ausbau eines Glasfasernetzes verständigt. Das freut Bürgermeister Jürgen Rogg: Die Deutsche Glasfaser habe Dietzenbach als erste Stadt in Hessen ausgewählt und biete so den Unternehmen eine zukunftsfähige und schnelle Lösung.

Nachdem die Telekom die Breitbandverbindungen kreisweit für die privaten Haushalte fit macht, sind nun die Unternehmen am Zug. In den Gewerbegebieten Nord, Mitte und Süd solle mit der sogenannten Nachfragebündelung begonnen werden, berichtet Dietzenbachs Wirtschaftsförderer Michael Krtsch. Bei einer Infoveranstaltung am Donnerstag, 6. April, 8 Uhr – während eines Unternehmerfrühstücks in den Räumen von ExperTeach (Waldstraße 94) –, erläutert die Deutsche Glasfaser zusammen mit der kreisstädtischen Wirtschaftsförderung den Fahrplan für den Ausbau. Einen „Frühbucherrabatt“ gibt’s auch: Jedes Unternehmen, das in den kommenden sechs Wochen einen Vertrag über ein Produkt von der Deutschen Glasfaser abschließt, erhält Sonderkonditionen, sagt Krtsch. Einzelheiten gibt’s bei der Infoveranstaltung, zu der mehr als 200 Unternehmen schriftlich eingeladen wurden.

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Wenn sich in den einzelnen Gebieten bis Ende Mai 30 bis 40 Prozent der Unternehmen für einen Glasfaservertrag bei der Deutschen Glasfaser entscheiden, könnten die Firmen bereits im vierten Quartal dieses Jahres mit schnellen Datenleitungen arbeiten, stellt Frank Geltinger, Direktor Geschäftsentwicklung bei der Deutschen Glasfaser, in Aussicht. Der Anschluss ans schnelle Datennetz mit symmetrischen Datenraten von bis zu einem Gigabit/s und mehr gehe recht fix, sagt Krtsch. Dafür muss die Deutsche Glasfaser nicht die Straßen aufbuddeln. Vielmehr werden mit der sogenannten Micro-Trenching-Methode Glasfaserkabel in einen parallel zum Bordstein verlaufenden Frässchlitz verlegt. „Eine schnelle, etablierte Verlegeart“, betont Krtsch.

Am Thema Glasfaserausbau arbeite die Wirtschaftsförderung bereits seit vier Jahren, erinnert Krtsch, der sich nun über den nächsten Schritt in die Zukunft freut: „Es kommt zum richtigen Zeitpunkt, ein hoher Bedarf bei den Unternehmen ist da“, sagt er. Das sieht auch FDP-Fraktionsvorsitzender Sven Hartmann so. Er sagt auf Nachfrage: „Das geht stark in die Richtung, wie wir uns das vorgestellt haben, es klingt gut.“ (ron/rin)

Rubriklistenbild: © dpa

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