Kreistag beschließt Hopper für ÖPNV

Schöne Frauen und die Folgen für Kreditkarten

Das Pilotprojekt Hopper hat sich etabliert. Die CDU/FDP-Koalition will aber die Kosten im Auge behalten.
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Hopper sollen kreisweit fahren: Die Minibusse sollen das Angebot im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) ergänzen.

Bei der Kreistagssitzung in der Kulturhalle Rödermark beschließt eine Mehrheit der Abgeordneten von CDU, SPD, Grünen und Linken, den sogenannten Hopper kreisweit einzuführen.

Rödermark – Die Minibusse sollen das Angebot im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) ergänzen und funktionieren ähnlich wie ein Anrufsammeltaxi. Dabei bestimmen die Fahrgäste Start und Ziel innerhalb eines bestimmten Gebiets, es gibt weder einen festen Fahrplan noch eine vorgegebene Route. In Seligenstadt, Mainhausen und Hainburg sind die Hopper bereits seit Sommer 2019 im Einsatz.

Außerdem stimmt der Kreistag einem neuen Finanzierungsmodell der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) für den ÖPNV zu. Demnach soll der Nahverkehrsplan über die Kreisumlage finanziert werden.

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) spricht von „wegweisenden Beschlüssen“. Zwar könne sie noch keine endgültige Zahl nennen, doch „wir müssen uns darauf einstellen, dass der ÖPNV mehr kosten wird als bisher“.

Susann Guber (FDP) kritisiert die Finanzierung des ÖPNV über die Kreisumlage und befürchtet „höhere Kosten bei weniger lokaler Verantwortung“. Auch den kreisweiten Ausbau des Angebots sieht sie kritisch: „Der Hopper ist wie eine schöne Frau: Viele wollen mit ihm unterwegs sein, doch die wenigsten wissen, welche Folgen die Nutzung für die Kreditkarte hat.“ Für Roger Winter (Grüne) ist die Einführung des Hopper hingegen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz: Mit „Liebe und Leidenschaft“ könne man über die Folgen für die Kreditkarte hinwegsehen, greift er den Spruch von Susann Guber auf. (Von Niels Britsch)

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