Cartonplast

Zum Schutz von Flaschen und Co.

+
Firma Cartonplast vermietet wiederverwendbare Kunststofflagen für den Transport. 13 Reinigungs- und Logistik-Center weltweit Für einen hygienischen Transport von Flaschen oder auch Konserven gibt’s Kunststoffzwischenlagen von Cartonplast.

Dietzenbach -  Nein, bei Cartonplast gibt es nichts zu kaufen. Wer die komplexen Verpackungsmaterialien auf Plastikbasis sein Eigen nennen möchte, ist hier fehl am Platz: Denn das Unternehmen mit Sitz in Dietzenbach verleiht seine Produkte. Von Khang Nguyen 

Es mag auf den ersten Blick banal klingen, wenn Jan-Mike Alexander über die verschiedenen Platten zur Verpackung von Lebensmittelkonserven spricht, während er durch die Lagerhallen im Industriegebiet Nord spaziert. Eher unspektakulär stapeln sie sich da auf riesigen Bergen: graue, blaue, grüne Platten aus Kunststoff. Immer wieder sieht man einen Gabelstapler herumfahren, in der Lagerhalle ist es generell sehr laut. Doch der Produktionsleiter für Deutschland weiß, dass es sehr wohl einen großen Unterschied etwa beim Transport von Dosen und Flaschen gibt: Wie viel wiegt das Produkt? Aus welchem Material besteht es? So etwa seien Dosen auf dem lateinamerikanischen Markt viel stärker vertreten als hier. Das Geheimnis liegt im Zwischenraum der einzelnen Platten, die jeweils verschiedene Strukturen und Kammergrößen ausweisen.

Je nach Ware bietet Cartonplast die passende Lösung an. Kunden sind Lebensmittelhersteller weltweit, die auf die Transportsicherung aus Plastik schwören. Doch Cartonplast verkauft nicht, sondern vermietet, wie Marketingassistentin Katrin Scheid erläutert: „Unsere Kunststoff-Zwischenlagen auf Mietbasis sorgen für den hygienischen und kostensparenden Transport von Getränke- und Lebensmittelbehältern.“ Nach vollendetem Transport an den Kunden werden die Lagen in firmeneigene Reinigungs- und Logistik-Center geliefert, wo sie auf Mängel überprüft und gereinigt werden. In Deutschland gibt es Lager in Essen und Leese, weltweit betreibt Cartonplast insgesamt 13 solcher Reinigungs- und Logistik-Center. „Mindestens sieben Jahre beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung einer Cartonplast-Zwischenlage“, sagt Alexander.

Das Unternehmen ist in weltweit zwölf Ländern präsent und zählt insgesamt etwa 400 Mitarbeiter. In Deutschland sind es knapp 120, am Standort Dietzenbach arbeiten etwa 75 Kollegen. Auf dem Produktionsgelände an der Marie-Curie-Straße herrschen strenge Vorschriften: Schutzkleidung, Ohropax und Haarnetz gehören unbedingt dazu. Bereits bei der Einlieferung der benutzten Platten wird eine Sicherheitskontrolle vorgenommen.

Von Apple bis Zewa: Das steckt hinter den Markennamen

Von Apple bis Zewa: Das steckt hinter den Markennamen

Mitarbeiter überprüfen die einzelnen Lagen auf Risse und andere Beschädigungen. Defekte Stücke werden sofort aussortiert. Denn „bereits eine abgebrochene Ecke könnte den nächsten Prozessschritt gefährden“, sagt Alexander. Intakte Exemplare hingegen werden durch eine Waschstraße gejagt und dort mit speziellem Hygienemittel gesäubert. Nach der Reinigung überprüfen Mitarbeiter die Verpackungsmaterialien erneut auf ihre Funktion. Sofern diese gewährleistet ist, gehen sie wieder an die Lebensmittelhersteller zurück. Sollte sich beim Rücklauf vom Kunden zeigen, dass eine große Anzahl an Platten, die vorher intakt waren, kaputt ist, kommen auf diesen erhöhte Kosten zu, wie der Produktionsleiter erläutert.

Besonders stolz sind Scheid und Alexander auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte: „Polypropylen ist ein strapazierfähiges, langlebiges, wiederverwendbares Material mit hoher Energieeffizienz und geringen Emissionswerten bei der Herstellung“, sagt Scheid. Auf die Frage, ob Verpackungsmaterial aus recyceltem Papier der Umwelt nicht weniger schade, sagt Alexander: „Bedenken Sie, dass Papier durch Abholzung gewonnen wird.“ Zudem sei auch der Prozess des Recyclings energieintensiv.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare