Seniorenhilfe feiert Geburtstag

Begeistert von der Solidarität

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Seit 20 Jahren aktiv für die Seniorenhilfe: Wolfgang Schmidt, Rita Schmidt, Wolfgang Rehs, Ingeborg Meier, Elke Marschall, Erika Kratz, Renate Homann, Marlis Fröhlich, Karin Förster, Elke Brückmann, Helene Berker und Mathilde Al-Dogachi. Nicht anwesend waren Pirkko Thüring, Brigitte Gaubatz, Helmut Lampert, Christa Riekeles, Sofia Wendler und Dieter Wendler.

Dietzenbach - „Miteinander – Füreinander“: Das ist der Slogan der Seniorenhilfe Dietzenbach (SHD). Miteinander feierten Mitglieder und Gäste nun im voll besetzten Capitol des Bürgerhauses ein großes Geburtstagsfest. Von Barbara Scholze 

So, wie es sich für eine Initiative gehört, die 2000 Menschen vereint. 20 Jahre alt ist die SHD geworden. Zwei Jahrzehnte, die geprägt waren von gegenseitiger Hilfe. „So ein Anlass muss gefeiert werden“, sagte Ehrenbürgermeister Jürgen Heyer, der als Mitglied Nummer 333 vor vielen Jahren bei der SHD anfing und inzwischen im 14. Jahr den Verein führt.

Neben einem vielseitigen Programm mit dem Nachwuchs-Zauberer Philippe Walter, derzeit jüngstes Mitglied der Seniorenhilfe, dem Chor „Sing and Shout“ sowie den „Sunlights“, einer Tanzgruppe der Turngemeinde, kamen auch Gastredner zu Wort. Und schütteten dabei prompt ein Füllhorn an Lob über der versammelten Gemeinschaft aus.

„Ich war immer begeistert von der Solidarität, die Sie untereinander, aber auch der Gesellschaft gegenüber ausüben“, sagte etwa die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Uta Zapf. Landrat Oliver Quilling (CDU) betonte die Bedeutung einer Seniorengenossenschaft angesichts der demografischen Entwicklung. „Ich kann Ihnen zu Ihrer Leistungsstärke nur gratulieren“, sagte er. Ein besonderes Lob richtete Quilling dabei an Jürgen Heyer: „Ihnen gilt mein persönlicher Dank.“

Angebot ist vielseitiger denn je

Nach einem beeindruckenden Start im Jahr 1994 ist das Angebot der Selbsthilfegruppe heute vielseitiger denn je. Zum Alltag der Aktiven gehören Begleitdienste beim Einkaufen, beim Behörden- oder Arztbesuch, kleinere Reparaturen, der Hospizdienst, aber auch die Lesehilfe in Grundschulklassen und Bewerbungstraining für Schulabgänger. Ein Punktesystem dient dabei als „harte Währung“.

Etwa 240 Mitglieder sind im Sinne der gegenseitigen Unterstützung aktiv. „170 bis 180 Helfer sind beständig im Einsatz“, sagte Heyer auf Anfrage. In den zwei Jahrzehnten habe der Verein eine Betreuungs- und Hilfeleistung von mehr als 200.000 Einsatzstunden ermöglicht. „Das ist eine gigantische Leistung im sozialen Netz unserer Stadt“, so der Ehrenbürgermeister.

Auch weiterhin sei der Bedarf an gegenseitigen Hilfeleistungen groß, eher sogar ständig wachsend. Vor allem bei den Projekten im Rahmen von „Alt hilft Jung“. Heyer betonte: „Wir brauchen dringend engagierte Leute, die auch mal Ältere ablösen, damit es immer weiter geht.“ Mitgliederwerbung sei dementsprechend in Zukunft eine ständige und existenzielle Aufgabe. Versucht werde dabei auch, verstärkt Kontakte zu Mitbürgern mit Migrationshintergrund zu knüpfen. „Aber das ist nicht einfach, die Menschen sind bei Vorträgen oft sehr interessiert, melden sich aber nachher nicht mehr“, so der Vorsitzende.

Bilder von der Feier der Seniorenhilfe

Seniorenhilfe feiert Geburtstag

Der Schlüssel zum Erfolg sei die Teamarbeit der gesamten Initiative: „Ich habe selten so viel Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Kreativität erlebt.“ Während der Geburtstagsfeier ehrte Heyer SHD-Mitglieder für ihren aktiven Dienst seit 20 Jahren.

Auch in Zukunft werde die Seniorenhilfe bei den klassischen Tätigkeitsfeldern bleiben, mit einem Schwerpunkt auf den Besuchs- und Begleitdiensten. Aber auch die Leseförderung an den Schulen und das Bewerbungstraining seien notwendig. Im kommenden März ist Heyer 14 Jahre als SHD-Chef im Amt. „Das sind dann zwei Jahre länger, als ich Bürgermeister war“, erzählte er. Wie es weitergeht, will er in Ruhe überlegen.

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