„Es hat sich viel bewegt“

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„Die Lern- und Sportangebote, das Miteinander und die Anstrengungen zur Verstetigung sind auszeichnungswürdig.“

Dietzenbach (fel) ‐ Zum zweiten Mal nach 2002 ist Dietzenbach mit dem Preis „Soziale Stadt“ ausgezeichnet worden. Erster Stadtrat Dietmar Kolmer nahm die Auszeichnung in Berlin für das Projekt „Wir bewegen uns – Integration und Bildungsförderung durch Sport und Gesundheit“ entgegen.

Die Jury des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hatte unter 178 Wettbewerbsbeiträgen zu wählen und würdigte die „hervorragende Initiative“ der Kreisstadt: „Die Lern- und Sportangebote, das Miteinander und die Anstrengungen zur Verstetigung sind auszeichnungswürdig, da sie von der Lebenssituation der Menschen ausgehen und sie selbst als Experten einbinden.“

Das von Bund und Land getragene Programm „Soziale Stadt“ soll die Lebensbedingungen in Stadtteilen stabilisieren und verbessern, die als soziale Brennpunkte gelten. Das Projekt im östlichen Spessartviertel geht zurück auf die im Jahr 1998 gestartete Zusammenarbeit zwischen dem hessischen Ministerium für Landesentwicklung, der Stadt Dietzenbach und der NH. Die Sanierung, die 2011 mit einer „Verstetigungsphase“ und dem Bau des Bildungshauses offiziell ausläuft, bezeichnete Thomas Dilger von der NH als gelungen: „Diese erneute Würdigung zeigt, dass sich viel bewegt hat. Nicht nur baulich, auch im Zusammenleben.“

Auch der Kontaktbeamte trägt zur Sicherheit bei

Zwar existiere noch immer die besondere und von vielen als „unregierbar“ bezeichnete Eigentümerstruktur mit mehr als 600 Erbbauberechtigten, doch im Alltag der Menschen habe sich vieles gewandelt. So wurden die Bewohner etwa bei der Gestaltung der Außenanlagen beteiligt. Kolmer betonte, dass sich die Sicherheit durch eine intensive Kooperation mit der Polizei und der Einführung eines Kontaktbeamten verbessert habe.

Das 2008 gestartete Hegiss-Projekt „Wir bewegen uns“ ist mittlerweile ein stabiles Netzwerk aus Vereinen, Organisationen, Bewohnern, Schulen, Kitas und der Stadtverwaltung. Aus Einwandererfamilien stammende Frauen und Männer übernehmen aktiv Verantwortung, sind als Integrationslotsen, Sportassistenten, Stadtteilscouts oder Trainer in Vereinen aktiv.

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