Stadt sucht weitere Unternehmen, die sich an Sozialprojekt beteiligen

„Starkes Netzwerk“

Neuer Auszubildender dank Sozialprojekt: Anwidea-Geschäftsführerin Antje Wichmann und Erster Stadtrat Dieter Lang mit Bobby Wahab (Mitte).
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Neuer Auszubildender dank Sozialprojekt: Anwidea-Geschäftsführerin Antje Wichmann und Erster Stadtrat Dieter Lang mit Bobby Wahab (Mitte).

Ausbildungsplätze bleiben derzeit nicht selten unbesetzt, Unternehmen haben wiederum oft Probleme Fachkräfte zu finden. Gleichzeitig haben junge Menschen Schwierigkeiten bei der Ausbildungsplatzsuche. Die Kreisstadt bringt mit der Initiative „Chancen für die Zukunft – auf der Suche nach verborgenen Talenten“ junge Menschen, die noch keinen Platz gefunden haben, mit ausbildenden Unternehmen zusammen.

Dietzenbach – Das hat in den vergangenen Jahren ganz gut funktioniert. Stadtwerke Dietzenbach und Städtische Betriebe haben Jugendliche ins Berufsleben begleitet, vom Praktikums- zum Ausbildungsplatz. Dem folgte unter anderem die Maingau Energie.

Auf der Suche nach weiterer Unternehmen, die am Projekt teilnehmen

Dahinter steckt ein Netzwerk: Das Jugendberatungsbüro „RoOF“ – Richtig orientiert in Offenbach – verknüpft Berufsberatung und Ausbildungssuche von jungen Menschen in Dietzenbach. In Kooperation mit der Arbeitsgruppe drei des Integrationskonzeptes finden Jugendliche dort eine Anlaufstelle, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse oder nicht ausreichender Schulnoten sonst leer ausgingen. Fatma Mitiler von der Koordinierungsstelle des Projektes „Chancen für die Zukunft“ hält Kontakt mit Firmen und wirbt auf Arbeitgeberseite für das Projekt. Als Teil des Integrationskonzeptes entstand im Lauf der vergangenen Jahre ein „starkes Netzwerk“, um Interessierten eine Chance zu geben, teilt die Stadt mit. Dennoch sei man weiter auf der Suche nach neuen Firmen, die an dieser Initiative Interesse haben (siehe Infokasten).

Als Teil des Sozialprojektes ermöglicht nun auch das seit 2019 am Standort angesiedelte Unternehmen Anwidea GmbH jungen Menschen den Einstieg in das Berufsleben. „Frühzeitig in Fachkräfte zu investieren ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit und Stabilität“, betont Geschäftsführerin Antje Wichmann, die jüngst für den Übergang vom Praktikum zur Ausbildung vom Hauptsitz Berlin nach Dietzenbach gereist ist. Anwidea bietet Dienstleistungen und Beratung in der Gesundheitsbranche sowie medizinischer Kosmetik an. Man sei stets auf der Suche nach gutem Personal, sagt Wichmann.

„Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital für ein Unternehmen“

Ein Beispiel ist Bobby Wahab: Der 26-jährige Dietzenbacher hat im vergangenen Jahr eine Art Praktikum im Rahmen der Einstiegsqualifizierung angetreten. Diesen Monat nun hat er eine Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement begonnen. „Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit und denke, die Gesundheitsbranche hat für die Zukunft weiterhin viel Potenzial“, meint Wahab. „Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital für ein Unternehmen“, betont Wichmann.

Die Zweigniederlassung von Anwidea sei bewusst in der Kreisstadt angesiedelt worden, sagt die Geschäftsführerin. „Die zentrale Lage, die vorhandene Infrastruktur sowie die Nähe zum Flughafen sind wichtige Entscheidungskriterien die absolut für Dietzenbach sprechen.“ Man investiere in die Region und wolle auch durch soziales Engagement etwas zurückgeben, erläutert Wichmann. Erster Stadtrat Dieter Lang ergänzt: „Dietzenbach ist ein attraktiver Standort und bietet Standortvorteile für die Neuansiedlungen von Firmen, wenn dann die Fachkräfteentwicklung noch dazu passt, sind wichtige Erfolgsfaktoren für die positive Geschäftsentwicklung gegeben.“ (ron)

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