„Wir sind guter Dinge“

Corona-Testzentrum: Kreis und Betreiber sind nach EDV-Panne optimistisch

Nach Beheben der EDV-Probleme, soll nun im Testzentrum am Waldschwimmbad alles glatt laufen.
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Nach Beheben der EDV-Probleme, soll nun im Testzentrum am Waldschwimmbad alles glatt laufen.

Nach den ersten Pannen äußern sich der Kreis Offenbach und der Betreiber des Covid-19-Testzentrum am Waldschwimmbad in Dietzenbach. Ab jetzt soll alles glatt laufen.

Dietzenbach – Gleich nach seiner Eröffnung in der vergangenen Woche hat das von der Privatfirma „InVitaGo“ betriebene Corona-Testzentrum am Dietzenbacher Waldschwimmbad von vielen Kunden heftige Kritik einstecken müssen. Wegen EDV-Problemen konnten zahlreiche Ergebnisse von PCR-Tests wenn überhaupt nur mit erheblicher Verspätung an die Getesteten übermittelt werden. Viele, die sich im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage hatten testen lassen, um mit einem sicheren Gefühl im Familienkreis zu feiern, hatten schwere Vorwürfe gegen die Betreiberfirma erhoben.

Kreis Offenbach: Betreiber entschuldigt sich erneut bei Kunden

Nachdem die Betreiberfirma sich bereits an Heiligabend in einer Stellungnahme auf Facebook an seine Kunden richtete und sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigte, meldete sich nun am Montagnachmittag dann auch der Kreis Offenbach, in dessen Auftrag InVitaGo das Testzentrum betreibt, zu Wort. In einer Mitteilung informierte die Kreisverwaltung darüber, dass die Probleme des Testzentrums bei der Datenerfassung, die zur Verzögerung bei der Übermittlung zwischen 15 und 20 Prozent der PCR-Testergebnisse geführt hatten, nun behoben seien.

Dennoch kommt es im Verlauf der vergangenen beiden Tage zu weiteren Beschwerden über das Dietzenbacher Testzentrum. Auf Facebook und an unsere Redaktion gerichtet, berichten weiterhin Kunden davon, bislang keine Ergebnisse ihrer PCR-Tests von vor Weihnachten erhalten zu haben.

IT soll beim Testzentrum im Kreis Offenbach keine Probleme mehr machen

Auf Anfrage bei dem Neusser Unternehmen erklärt dessen Geschäftsführer Christian Howaldt: „Seit Montagnachmittag läuft die IT bei uns reibungslos, seither sind wir dabei, die Meldungen der Testergebnisse nachzuholen.“ Zeitnah sollten demnach alle, die sich bislang auf dem Parkplatz des Waldschwimmbads testen ließen, einen Befund erhalten. Ab sofort werden laut Howaldt alle Ergebnisse nach maximal 36 Stunden vorliegen.

Erneut entschuldigt sich der InVitaGo-Geschäftsführer für die EDV-Panne, betont, dass er den Ärger derer, die nicht rechtzeitig ihre Ergebnisse erhielten, absolut verstehen könne. „Wir wollten unbedingt am 21. Dezember starten, um den Menschen vor Weihnachten helfen zu können.“ Bei den IT-Problemen hätten dann aber die Feiertage eindeutig im Wege gestanden, weil viele Mitarbeiter im Urlaub gewesen seien. Nun aber zeigt sich Christian Howaldt optimistisch, dass ab sofort alles glatt läuft.

Kreis Offenbach: Schwierigkeiten bei 500 PCR-Tests

Beim Kreis geht man derweil ebenfalls davon aus. „Wir jedenfalls schicken die, die getestet werden müssen, nach Dietzenbach, auch um die Kollegen beim Gesundheitsamt zu entlasten“, sagt Kreissprecherin Ursula Luh. Trotz der anfänglichen Probleme betont sie: „Von insgesamt knapp 7 500 durchgeführten Tests kam es bei 500 PCR-Tests zu Schwierigkeiten.“ Ohne die Auswirkungen für die Betroffenen kleinzureden, müsse man diese Zahlen aber auch in Relation setzen. Dass es bei einem Projekt dieser Größenordnung zu Anlaufschwierigkeiten kommt, sei nicht außergewöhnlich. Hinter der Entscheidung, das Testzentrum noch vor Weihnachten zu eröffnen, wo doch von vornherein mit einem großem Andrang zu rechnen war, steht man beim Kreis weiterhin. „Hätten wir es nicht getan, wäre auch das kritisiert worden“, sagt Luh. Man habe vor den Weihnachtsfeiertagen eine zusätzliche Anlaufstelle bieten wollen.

Anfang Januar soll dann voraussichtlich auch das Labor von InVitaGo in Dietzenbach, das sich derzeit noch im Aufbau befindet, seine Arbeit aufnehmen können, aktuell werden die Abstriche noch in Neuss ausgewertet. Seitens des Kreises erhofft man sich dadurch eine noch schnellere Bearbeitung der am Waldschwimmbad vorgenommenen Tests. Für die enorme Verzögerung bei der Ergebnisübermittlung in der vergangenen Woche seien aber alleine die genannten EDV-Probleme ausschlaggebend gewesen, betont Luh. Das hebt auch InVitaGo-Geschäftsführer Howaldt hervor. „Trotz Transport der Proben nach Neuss ist es uns möglich, schnell Ergebnisse zu liefern, das macht vielleicht zwei Stunden aus.“ Er ist überzeugt, dass er und sein Team zur Entlastung von Ärzten und Gesundheitsämtern vor Ort beitragen können. „Wir wollen unterstützen und das werden wir tun.“ (Lena Jochum)

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