Parlament des Landkreises Offenbach

Nach der Kommunalwahl: Zeichen im Kreistag stehen auf Schwarz-Rot

Ein Wähler wirft einen Wahlzettel in die Urne.
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Bei der Kommunalwahl hatten die Sozialdemokraten ordentlich Stimmen eingebüßt, allerdings könnte das rot-schwarze Bündnis mit einer Stimme Mehrheit im 87 Sitze fassenden Kreistag weiterregieren.

Im Kreistag des Landkreises Offenbach stehen die Zeichen auf Fortsetzung der seit 2004 regierenden Koalition zwischen CDU und SPD. Zwar hatten die Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl ordentlich Stimmen eingebüßt, allerdings könnte das rot-schwarze Bündnis mit einer Stimme Mehrheit im 87 Sitze fassenden Kreistag weiterregieren.

Dietzenbach – Eine Große Koalition wäre es allerdings nicht mehr, denn die Grünen haben die SPD als zweitstärkste Fraktion abgelöst. Schon vor der Wahl hatten beide Parteien bekräftigt, ihre Koalition fortführen zu wollen. Seine Partei stehe zu dieser Aussage, betonte der CDU-Kreisvorsitzende Frank Lortz Ende vergangener Woche. „Der CDU-Kreisvorstand hat grünes Licht gegeben, die Zusammenarbeit mit der SPD fortzusetzen, wenn die Bedingungen stimmen.“ Eine erste „konstruktive“ Gesprächsrunde mit den Sozialdemokraten habe bereits in „freundschaftlicher Atmosphäre“ stattgefunden. „Wenn wir uns inhaltlich einigen, werden die Personalien besprochen“, kündigte Lortz an.

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) und Sozialdezernent Carsten Müller (SPD) hätten in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet, und es sei kein Geheimnis, dass beide Parteien sie gerne in ihren jeweiligen Ämtern behalten würden. Lortz glaubt, bis zum Ende der Woche herrsche beim Koalitionsvertrag Klarheit, dieser müsse dann am 23. April vom Kreisverbandsausschuss der CDU beschlossen werden.

Doch auch mit den Grünen führe man Gespräche, denn ihm sei eine gute Zusammenarbeit wichtig. „Wir haben ein sehr vernünftiges Verhältnis“, betonte der Landtagsabgeordnete Lortz, dessen Partei in Hessen auf Landesebene mit den Grünen koaliert. Bei der Ökopartei hat man indes die Hoffnung auf eine schwarz-grüne Kreiskoalition noch nicht aufgegeben: Wahlziele seien unter anderem die Umsetzung grüner Inhalte und die Ablösung von Schwarz-Rot gewesen, und dafür arbeite man weiterhin, heißt es vom Wahlgewinner. Derzeit liefen Sondierungsgespräche, zum Inhalt und den Gesprächspartnern hält man sich jedoch bedeckt. (Von Niels Britsch)

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