Mitglieder lassen die Jahrzehnte in einer Ausstellung Revue passieren

40 Jahre Fotoclub Dreieich: Den Finger stets am Auslöser

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Claus Liewerkus, Emil Pichler, Gerhard Kreß und Ralf Döring (von links) gehören zu den Clubmitgliedern, die ihre Bilder in der Ausstellung präsentieren.

Dreieich - Die Errungenschaft, Momente mit der Kamera festhalten zu können, haben die Mitglieder des Fotoclubs Dreieich künstlerisch verfeinert – und zu ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung erklärt. Die Gruppe feiert ihren 40. Geburtstag – passend dazu gibt es dieser Tage eine Ausstellung mit Bildern aus den vergangenen vier Jahrzehnten zu sehen. Von Leo F. Postl

Die gerade eröffnete Ausstellung des Fotoclubs Dreieich stellt vor Kurzem entstandene Bilder in einen Zusammenhang mit Jahrzehnte alten Aufnahmen. So lässt sich der Stilwandel verschiedener fotografischer Sujets anschaulich verfolgen. Nicht nur die Fotografie an sich hat sich verändert, sondern auch die Auffassung darüber, was ein gutes Bild ist und nicht zuletzt die Fotokünstler selbst haben sich weiterentwickelt. Dazu gesellt sich der technische Fortschritt, der es heutzutage jedem möglich macht, ein vorzeigbares Foto zu schießen.

„Vor 40 Jahren wurde ausschließlich analog fotografiert – manche Bilder duften noch immer etwas nach dem damals üblichen Fixierbad“, schwelgt Gerhard Kreß, Vorsitzender des Fotoclubs Dreieich, in Erinnerungen. Der Club entstand nach einem Fotokurs der Volkshochschule 1976. Die rund zehn Teilnehmer waren vom Fotografieren so begeistert, dass sie spontan einen Club gründeten, um ihre ersten Erkenntnisse und Erfahrungen auszubauen. „Man muss sich vergegenwärtigen, dass man den belichteten Film normalerweise in ein Labor gebracht hat, wo er nach einem Standardverfahren entwickelt und die Bilder dann anschließend ebenfalls nach einem Standardverfahren vergrößert wurden. Individuelle Wünsche, die ja gerade ein gutes Bild dann ausmachen, waren da kaum zu realisieren“, erläutert Gerhard Kreß. Ein weiter Grund, sich in einem Fotoclub zu organisieren, war der Wunsch nach einem gemeinsamen Fotolabor. „Wenn ein Bild in der Entwicklerschale entstand, war das immer wieder ein spannendes Erlebnis“, erzählt Claus Liewerkus. Durch individuelle Aufnahmeverfahren mit speziellen Filtern oder Filmen und der anschließenden Entwicklung im Club-Labor kamen so Ergebnisse zustande, die immer wieder begeisterten. Foto-Exkursionen und anschließendes Fachsimpeln waren weitere belebende Punkte in der Gemeinschaft. Die jährlichen internen Wettbewerbe erfreuten sich großer Beliebtheit, einige Mitglieder beteiligten sich auch durchaus erfolgreich an nationalen und internationalen Fotowettbewerben.

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In der Bilderschau, die bis zum 23. Dezember im Galerieraum der Stadtbücherei zu sehen ist, zeigen die Mitglieder einen Quer- und Längsschnitt ihres fotografischen Schaffens. „Für jeden ist etwas dabei“, versichert Kreß. Aber es lohne sich auch der Blick auf Motive, die sich nicht sofort erschließen. Wer nach dem Besuch der sehenswerten Schau Lust aufs Fotografieren bekommen hat, ist bei den Clubabenden der Hobbyfotografen willkommen – jeden ersten und dritten Montag im Monat um 20 Uhr im Raum 2206 des HLL, Frankfurter Straße 160-166.

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