Kleiner Ersatz für den Weihnachtsmarkt in Planung

Adventszauber in der Dreieichenhainer Burg

Die Weihnachtszeit kann kommen: Armin Gerhardt (von rechts), Patrick Hausmann und Robin Winkel organisieren Advent in der Burg. Bürgermeister Martin Burlon freut sich über das Engagement und sichert Unterstützung zu.
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Die Weihnachtszeit kann kommen: Armin Gerhardt (von rechts), Patrick Hausmann und Robin Winkel organisieren Advent in der Burg. Bürgermeister Martin Burlon freut sich über das Engagement und sichert Unterstützung zu.

Vor einigen Wochen wurden bereits alle Advents- und Weihnachtsmärkte in Dreieichenhain, Sprendlingen und Offenthal abgesagt. Doch die Dreieicher müssen auf Budenzauber in diesem Jahr nicht verzichten. Als Ersatz soll es „Advent in der Burg“ geben.

Dreieich – Es schien schon so, als müssten die Dreieicher komplett auf den Duft von Glühwein, heißen Maronen und den kleinen vorweihnachtlichen Schwatz bei einem Glas Punsch verzichten. Der Gewerbeverein Dreieich hatte die Hayner Weihnacht schon vor einigen Wochen abgesagt. Zu unsicher ist die Pandemie-Lage, um so eine Großveranstaltung mit Ausstellern aus ganz Deutschland zu planen, zu groß das wirtschaftliche Risiko für einen Verein, in dem ausschließlich Ehrenamtliche aktiv sind.

Aber Armin Gerhardt, Vorsitzender des Gewerbevereins, präsentiert jetzt eine neue Idee: Am zweiten und dritten Adventswochenende laden der Gewerbeverein, die Werbegemeinschaft Dreieichenhain und die Stadt Dreieich zum „Advent in der Burg“ ein. Der Geschichts- und Heimatverein, die Burgkirche und Patrick Hausmann unterstützen den Budenzauber im Burggarten. „Wir sprechen derzeit gezielt die Dreieicher Aussteller an, die sonst mit einem Stand auf unserem Weihnachtsmarkt präsent sind. Die Vereine, die Kunsthandwerker aus dem Ort, auch die Gewerbetreibenden. Eben jeder, der keinen großen Aufwand betreiben muss, und im Falle von möglichen Veränderungen bei den Verordnungen flexibel reagieren kann“, erklärt Gerhardt. Robin Winkel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Dreieichenhain ergänzt: „Auch Aussteller aus den anderen Ortsteilen, die sonst vielleicht in Sprendlingen oder Offenthal sind, sind uns willkommen.“ Der eigentliche Budenbetrieb wird sich auf den Burggarten konzentrieren. Falls eine Einlasskontrolle notwendig wäre – Stand jetzt ist sie das nicht – können die Verantwortlichen den Veranstaltungsbereich zwischen Untertor und an der alten Burg mit dem Burggarten klar begrenzen und einen Ein- und Ausgang schaffen.

Mit im Boot – darüber freut sich Gerhardt ganz besonders – sind auch die Gewerbetreibenden von Dreieichenhain. „Wir starten mit dem Advent in der Burg auch schon am Freitagnachmittag ab 17 Uhr. Freitag und Samstag sind dann die Geschäfte in der Fahrgasse bis 21 Uhr geöffnet“, erklärt Robin Winkel das Konzept. Dort können auch die ansässigen Gastronome etwas Weihnachtsmarkt-Gefühl aufkommen lassen – „aber zusätzliche Stände wird es auf der Einkaufsstraße nicht geben“, kündigt er an. An den beiden Adventssonntagen ist die weihnachtliche Atmosphäre dann auf den Burggarten beschränkt. Wie gewohnt wird die Fahrgasse mit Lichtern geschmückt sein, auch der riesige Adventskranz über dem Runden Turm wird leuchten und eine kleine Bühne für weihnachtlichen Gesang soll es geben. Die jüngsten Besucher werden sich über ein Kinderkarussell freuen.

„Die grundsätzliche Planung steht also. Wir haben aber derzeit noch viele Unbekannte. Wir wissen noch nicht, wie viele Aussteller mitmachen, wie wir die Buden stellen, und wie die Verordnung aussieht, die bis dahin gültig ist“, sagt Patrick Hausmann. Allzu viel Gedränge darf es ohnehin nicht geben, denn die Besucherzahl im Burggarten ist wegen der Fluchtwege ohnehin begrenzt – ganz unabhängig von Corona.

Bürgermeister Martin Burlon ist froh, dass sich die Dreieichenhainer Vereine, die Kirche und die Hausmanns zusammen getan haben und in der Burg doch weihnachtliche Stimmung aufkommen wird: „Ich weiß, dass es viele Bürgern bedauern, dass es auch in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in Dreieich geben wird. Die Vereine haben dann mit der neuen Idee früh den Kontakt zur Stadt aufgenommen und es ist toll, dass sie gemeinsam den Advent in der Burg anpacken“, so der Rathauschef.

Natürlich sind die engagierten Haaner nicht davor gefeit, dass es kurzfristig doch noch zu einer Absage kommt, sollte die Pandemie wieder stärker aufflammen. Aber bis dahin werden sie gemeinsam alles dafür tun, dass die Dreieicher und Besucher aus dem Umland am zweiten und dritten Advent durch den Burggarten bummeln, so manch einen Glühwein genießen und sich treffen können. Freitag 3. und 10. Dezember ist von 17 bis 21.30 Uhr geöffnet und die Wochenenden 4../5. und 11./12. Dezember von 15 bis 21.30 Uhr. Die Geschäfte in der Fahrgasse schließen Freitag und Samstag (3./4./10. und 11. Dezember) jeweils um 21 Uhr. Für eventuelles Gedränge ist es wichtig, einen Mund- und Nasenschutz in der Tasche zu haben. Die genauen Regeln gibt der Veranstalter im Dezember bekannt.

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Von Nicole Jost

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