Alte Schule wartet auf ihren Verkauf

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Die Alte Schule in Dreieichenhain wartet noch immer auf ihren Verkauf.

Dreieichenhain (klg) ‐ Ende 2008 hatte die Stadtverordnetenversammlung den einstimmigen Beschluss gefasst, die Alte Schule in Dreieichenhain zu verkaufen. Der Magistrat, so hatten die Stadtverordneten damals beschlossen, solle sämtliche organisatorischen Voraussetzungen prüfen, die einen kurzfristigen Umzug der städtischen Mitarbeiter ermöglichen.

In der Alten Schule am Weiher ist der Fachbereich Planung und Bau mit 31 Beschäftigten untergebracht. Getan hat sich bisher wenig, der Umzug ist noch nicht über die Bühne gegangen, das Haus noch nicht verkauft. Die Fraktion der Grünen/BI, die seinerzeit den Antrag für den Verkauf des Alten Rathauses initiiert hatte, hat Mitte dieser Woche eine offizielle Anfrage eingereicht und will wissen, wie und wann der Umzug der Mitarbeiter von Dreieichenhain in das Sprendlinger Rathaus vonstatten gehen soll. Es gebe seitens des Magistrats keinen aussagekräftigen Bericht, es gebe kein Konzept. Bekannt sei lediglich, dass eine Arbeitsgruppe ein Konzept entwickeln solle.

Den Grünen, so ihr Fraktionssprecher Roland Kreyscher, sei das Projekt Umzug deshalb so wichtig, weil durch den Verkauf die Dreieicher Haushaltsbilanz längst hätte verbessert werden können; auch die Unterhaltungskosten für das Haus würden natürlich entfallen. Und es entfalle die Situation, dass die Mitarbeiter des Fachbereichs Planung und Bau ihren Arbeitsplatz in Dreieichenhain hätten, der zuständige Dezernent Martin Burlon seinen aber im Sprendlinger Rathaus.

Der Verkauf hat Priorität

Magistratssprecherin Irene Dietz räumte gestern auf Anfrage ein, dass das Umzugsproblem noch nicht gelöst sei. Für alle 31 derzeit noch in Dreieichenhain Beschäftigten stehe im Sprendlinger Rathaus nicht ausreichend Platz zur Verfügung. Dietz: „In einigen Büros können wir zwar zusammen rücken, aber es reicht nicht. Wir brauchen weitere Flächen. Unter anderem auch deshalb, weil aus der Alten Schule auch ein großes Bauaktenarchiv auszulagern sei.“

Derzeit, so Dietz, sei die Stadt auf der Suche nach Räumen in Dreieich. Etwas erschwert werde die Situation auch dadurch, dass noch kein neuer Bauhof zur Verfügung stehe und insofern auch noch nicht geklärt sei, ob einige Mitarbeiter des Fachbereichs Planung und Bau auch nach dorthin umziehen könnten.

Den Grünen hingegen geht das alles viel zu langsam. Vor dem Hintergrund der prekären Finanzsituation sei der Verkauf der Alten Schule ein notwendiger Schritt, so Kreyscher. Anderthalb Jahre nach Beschlussfassung müsse jetzt zügig ein Konzept für die Aufgabe und den Verkauf des Gebäudes her. Und wenn Zwischenlösungen nötig seien, müssten die eben in die Wege geleitet werden. Der Verkauf habe Priorität. Roland Kreyscher: „Wir wissen, dass es bereits Interessenten für das Projekt gegeben hat.“

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