Gut für Radler, Fußgänger und Reiter

Ampel erleichtert Überqueren der L 3317

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Die Überquerung der L 3317 ist für Radler, Fußgänger und Reiter ein risikoreiches Unterfangen. Vor wenigen Tagen haben die Arbeiten zum Bau der langersehnten Ampel begonnen. Sie soll Ende des Monats in Betrieb gehen.  

Dreieich - Manche Dinge brauchen etwas länger. Zum Beispiel der Radweg entlang der L 3317 zwischen Götzenhain und Neu-Isenburg. Gefühlt seit einer Ewigkeit warten Radler darauf, vor dem motorisierten Verkehr geschützt zu werden. Von Frank Mahn

Wie berichtet, soll die 3,3 Kilometer lange Trasse von August an gebaut und im Spätherbst fertig werden. Noch älter ist der Wunsch nach einer Ampel zur Querung der vielbefahrenen Landesstraße nahe dem Hofgut Neuhof. Schon mit der Einweihung der Stangenpyramide auf der Hub um die Jahrtausendwende reifte bei den Verantwortlichen der Regionalpark RheinMain Südwest GmbH die Idee, das Überqueren der Landesstraße vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer zu machen. Nach zig Jahren der Planung und der Abstimmung mit Behörden wurden sich alle Beteiligten vergangenes Jahr einig – vor ein paar Tagen haben die Bauarbeiten begonnen. Die Ampel, die auch von Reitern herbeigesehnt wird, soll Ende April in Betrieb gehen. „Die Beharrlichkeit der Stadt und der Regionalpark GmbH hat sich ausgezahlt“, sagt Erster Stadtrat Martin Burlon. Schlimme Unfälle an dieser gefährlichen Stelle habe es zum Glück nicht gegeben, so Burlon.

„Wir wollen den Regionalpark immer noch attraktiver machen. Dabei spielt auch das Thema Sicherheit eine große Rolle“, betont Manfred Ockel. Der Bürgermeister von Kelsterbach ist Geschäftsführer der Regionalpark GmbH und erleichtert darüber, dass hinter dieses Projekt endlich ein Haken gemacht werden kann. Die Gesellschaft übernimmt die Baukosten in Höhe von zirka 70.000 Euro. Die Stadt überweist einmalig eine Ablösesumme von 30.000 Euro an Hessen Mobil und braucht sich fortan nicht um Betrieb, Wartung, Stromkosten und so weiter zu kümmern.

Verkehrsgerichtstag will Promille-Grenze für Radfahrer senken

Froh über das Plus an Sicherheit ist auch der ADFC-Ortsverband. Jörg Roggenbuck weist aber auf weitere neuralgische Punkte für Radfahrer in der Gemarkung hin. Vor allem einer macht dem Radlerverband Sorgen: Das Überqueren der B 486 zwischen Langen und Offenthal ist höchst riskant. „Hier muss dringend etwas passieren“, fordert Roggenbuck.

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