Lob und Anerkennung für Arbeit

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Volles Haus gestern Vormittag, als der Dreieichenhainer Turnverein in seine Halle an der Koberstädter Straße eingeladen hatte. Im Vordergrund das Blasorchester Dreieich unter der Leitung von Dietmar Schrod.

Dreieichenhain ‐ Ein Dankeschön für alle, die im vergangenen Jahr geistig und körperlich mitgearbeitet haben, um den Turnverein Dreieichenhain (TVD) dahin zu bringen, wo er heute ist - das sei Sinn und Zweck des Neujahrsempfangs, dem inzwischen elften des TVD, der unter dem Motto „Kooperationen Schulen und TVD“ stand. Von Enrico Sauda

„Ohne Sie alle wäre die Vereinsarbeit nicht möglich gewesen“, betonte Vorstandsmitglied Gerhard Liebermann bei seiner Eröffnungsrede. Er bedankte sich darin nicht nur bei engagierten Mitgliedern und Eltern, sondern auch bei den Partnervereinen.

Als „großen und starken Verein“ bezeichnete Bürgermeister Dieter Zimmer den TVD. In seiner Ansprache hob er dessen ehrenamtlichen Einsatz im Breiten- und Leistungssport hervor. Zudem betonte Zimmer, „dass diese Stärke nicht von ungefähr kommt, sondern immer wieder erarbeitet werden muss“. Zu verdanken sei dies nicht zuletzt der Arbeit des 2009 neu installierten „Führungstrios“. Neben Liebermann zeichnen Hendryk Wagener und Georg Fuhrländer für die Geschicke des TVD verantwortlich.

Mit der „Pommesbuden-Polonäse“ trat dieser Chor der Ludwig-Erk-Schule auf.

Auch Peter Dinkel, Vorsitzender des Sportkreises Offenbach, pries die Leistungen des Vereins - „besonders im Bereich ,Schule und Verein‘ sind wir im Kreis recht erfolgreich“. Es gelte zu bedenken, „dass wir noch vor wenigen Jahren gar nichts von Aktionen wie ‚Schulen und Vereine‘ ahnten“, so Dinkel, der besonders die Zusammenarbeit des Hainer Clubs mit der Weibelfeldschule hervorhob.

In Verlauf seiner Rede ging der Sportkreisvorsitzende auf die finanzielle Situation ein und mahnte: „Die Fördermittel, die wir den Vereinen zur Verfügung stellen, sind Gelder, die wir nicht haben.“ Die Clubs im Kreis müssten sich darauf gefasst machen, „den Gürtel ein wenig enger zu schnallen“. Dinkel wies aber im gleichen Satz darauf hin, „dass die Sportstätten im Kreis Offenbach vorbildlich“ seien, und „dass wir hier auf sehr hohem Niveau klagen“. Außerdem prophezeite er, „dass es mit der Fördermittelvergabe nicht mehr so leicht gehen wird“.

In seiner Ansprache stellte Landrat Peter Walter die integrative Kraft sowie die schnelle Reaktion der Vereine auf gesellschaftliche Veränderungen in den Vordergrund. „Wir werden älter, weniger und bunter - und wir sind stolz darauf, wie Vereine und Organisationen im Kreis darauf reagieren“, sagte Walter. 168 Nationen lebten im Kreis, „das ist faszinierend und ein riesiges Potenzial für die Zukunft. Vereine wie der TVD spielen als Integrationsfaktoren eine ganz große Rolle“. Der demnächst aus dem Amt scheidende Landrat ist seit gestern Ehrenmitglied des TVD.

Schulen haben sich vorgestellt

Doch der Neujahrsempfang, der vom Blasorchester Dreieich musikalisch untermalt wurde, bot mehr als Reden. Die Verantwortlichen nutzten die Gelegenheit, um langjährige Mitglieder und erfolgreiche Sportler zu ehren und auszuzeichnen.

Zu ihnen gehört Karl Heinz Winkel, der dem Dreieichenhainer Turnverein seit 50 Jahren die Treue hält und unzähligen Mädchen und Jungen das Turnen beigebracht hat. Zudem war und ist er im Vorstand tätig. Im März möchte er allerdings die Leitung der Turnabteilung abgeben. „Ich bleibe ihr aber weiterhin erhalten“, sagte er nach der Laudatio durch Georg Fuhrländer.

Anschließend stellten sich die Schulen vor, mit denen der Verein zusammenarbeitet. Zu ihnen gehören die Hainer Ludwig-Erk-Schule, die Weibelfeldschule sowie die Strothoff International School. Nach einigen Kurzpräsentationen der Sport-Arbeitsgemeinschaften dieser Schulen sangen einige Kinder der International School sowie Schüler der 2 b und 4 a der Ludwig-Erk-Schule. Zudem bewiesen ein Bläserquartett und Sängerinnen der Weibelfeldschule ihr Können.

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