Mehrgenerationenhaus RaBe in Dreieich bleibt im Förderprogramm des Bundes

Anlaufstelle für alle im Sprendlinger Norden

Sie möchten das Programm des Mehrgenerationenhauses RaBe weiter ausbauen: Veronika Martin, Stefan Petzold und Vera Stroh (von links) haben viele Ideen.
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Sie möchten das Programm des Mehrgenerationenhauses RaBe weiter ausbauen: Veronika Martin, Stefan Petzold und Vera Stroh (von links) haben viele Ideen.

Es sind gute Nachrichten für das Mehrgenerationenhaus RaBe im Sprendlinger Norden in Dreieich: Das Projekt, das das Stadtteilzentrum, die Bunte Kirche, die städtische Krippe, die Gemeinde-Kita, die Nieder-Ramstädter Diakonie mit ihrer Wohnanlage für Menschen mit Behinderung und das Forum Nord unter einem Dach zusammenfasst, bleibt im Förderprogramm des Bundes und damit bis 2028 eines von 530 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland.

Dreieich - Wichtig ist das im Hinblick auf die Finanzierung: Für 2021 sind damit die 40 000 Euro Fördermittel des Bundes bereits bewilligt und die Stadt verpflichtet sich, wenn sie die Bundesmittel bekommen möchte, weitere 10 000 Euro im Jahr in das Mehrgenerationenhaus zu investieren. „Es ist ein großartiges Signal für unsere Arbeit. Natürlich besonders im Hinblick auf die Personalkosten“, erklärt Veronika Martin, die gemeinsam mit Stefan Petzold und Vera Stroh im Leitungsteam für RaBe verantwortlich ist. „Wir sind natürlich froh, dass wir unsere Arbeit hier fortsetzen können“, sagt Martin.

Seit 2017 ist das Mehrgenerationenhaus ein wichtiger Anlaufpunkt für die Menschen im Sprendlinger Norden. „Es war gut, dass das Stadtteilzentrum gerade neu war und das Haus der Nieder-Ramstädter Diakonie bezogen wurde, als wir gemeinsam mit RaBe gestartet sind. Damals war die Arbeit im Stadtteil ohnehin im Umbruch und so konnten wir uns miteinander entwickeln. Inzwischen haben wir toll zusammengefunden“, zieht Veronika Martin eine positive Bilanz der ersten vier Jahre unter einem Dach.

Die beiden wichtigen Kooperationspartner, die evangelische Versöhnungsgemeinde und die Stadt, sind zufrieden mit der langfristigen Planungssicherheit und haben einen neuen Kooperationsvertrag geschlossen. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir unsere lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt im Sprendlinger Norden nun für viele weitere Jahre auf ein festes Fundament stellen können“, sagt Pfarrer Jochen M. Spengler. Auch für Bürgermeister Martin Burlon ist das Mehrgenerationenhaus eine wichtige Institution in Hirschsprung-Breitensee: „Gerade in der aktuellen Situation ist spürbar, dass die engagierte Arbeit der Mitarbeiter sowie ehrenamtlich Tätigen einen starken Beitrag zum sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet. Mit kreativen Ideen und vollem Einsatz kann es nun in den nächsten Jahren weitergehen mit der jederzeit guten Kooperation mit der Versöhnungsgemeinde. Das ist ein wichtiges Signal für alle, die an diesem Herzensprojekt mitwirken, genauso wie an jene, die es täglich in Anspruch nehmen.“

Natürlich sorgt die Pandemie auch im Mehrgenerationenhaus für deutliche Einschnitte. Zahlreiche Projekte wie der Foodsharing-Kühlschrank, der Mittagstisch, die Bewegungskurse oder der Kaffeebetrieb müssen pausieren. Dafür überlegt sich das Team kleine Überraschungen wie die Faschingsgrüße, Spazierwege durch das Quartier oder Online-Alternativen. Dazu zählt der Kunstkurs. „Aber wir bleiben auch Ansprechpartner. Einzelberatung darf es ja weiter geben und wir beantworten auch viele Anfragen durchs geöffnete Bürofenster. Die Bedürfnisse der Menschen werden in diesen eher schwierigen Zeiten ja nicht weniger“, weiß Martin.

Was hat sich das Leitungsteam vorgenommen? „Wir werden unser Angebot in seiner großen Diversität weiter ausbauen. Jeder soll hier im Viertel gerne leben und sich bei uns zu Hause fühlen“, sagt Veronika Martin. Für Stefan Petzold ist es wichtig, dass das Mehrgenerationshaus und das Konzept noch bekannter werden: „Ich möchte, das RaBe ein Ort ist, den alle im Quartier kennen und schätzen und wo die meisten Sprendlinger schon mal waren.“ Wichtig ist ihm, dass die Dreieicher verstehen, dass RaBe aus mehreren Häusern besteht. Vera Stroh wünscht sich, dass noch mehr Menschen RaBe als einen Ort sehen, an dem sie Unterstützung bekommen, Freunde treffen, aber auch neue Bekanntschaften schließen können und es dort immer Neues zu lernen und zu entdecken gibt. „Unsere Tür steht offen für alle Anliegen, die die Leute hier haben. Es ist ein buntes Miteinander und es wäre schön, wenn die Menschen den Raum der Begegnung noch aktiver mitgestalten“, hofft sie, dass die geschlossene Tür bald wieder weit offen stehen kann. (Von Nicole Jost)

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