Gretchenfrage: Wohin mit den Autos?

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Mit der Verlegung des Parkplatzes am Parkschwimmbad befassen sich nun die Ausschüsse.

Dreieich - Durch die Umsiedlung des Tennis-Clubs Rot-Weiß Sprendlingen und eine damit einhergehende Verlegung des Parkplatzes will die SPD-Fraktion den klammen Stadtsäckel füllen. Von Frank Mahn

Dadurch ließe sich ein gut 10.700 Quadratmeter großes Baugrundstück vermarkten, dessen Verkauf 4,8 Millionen Euro in die Kasse spülen könnte. Dabei legt die SPD einen Bodenrichtwert von 450 Euro pro Quadratmeter zugrunde. Noch ist das alles Zukunftsmusik und nur in Form eines Prüfantrags existent, mit dem sich am Dienstag- und Mittwochabend zwei parlamentarische Ausschüsse beschäftigten.

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Der Tennis-Club könnte nach den Vorstellungen der SPD (und der CDU, die diese Initiative im vergangenen Jahr angeschoben hatte) ein paar hundert Meter entfernt zu Erbpachtkonditionen eine neue Anlage beziehen – auf der gleichen Seite der Hainer Chaussee am südöstlichen Ende des Parkschwimmbads. Als Ersatz für den Parkplatz hat die SPD ein Wiesenstück nahe des Badeingangs ausgeguckt. Dieser Ansatz geht den anderen Fraktionen nicht weit genug. Die CDU formulierte deshalb einen Änderungsantrag. Demnach soll sich die Bauverwaltung nicht auf einen Standort fixieren, sondern mehrere Varianten untersuchen. Denkbar sei es, die Parkplätze an den der neuen Tennisanlage zugedachten Standort zu bauen oder parallel zur Hainer Chaussee und dort ein Stück Liegewiese abzuknapsen, sagte Claus Thonabauer. „Dieser Bereich wird von den Besuchern am wenigsten genutzt.“

Grüne und FDP stimmen Prüfung zu

Grüne/BI und FDP schlossen sich an. „Wir wollen die Verlegung des Parkplatzes ergebnisoffen prüfen lassen“, so der Tenor der beiden Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie. Gegen die Stimmen der SPD – sie ist überzeugt, dass der von ihr bevorzugte Standort am besten geeignet ist – und bei Enthaltung von Rita Hamper (FWG) ging der Antrag durch.

Was unter dem Strich herumkommt, wenn der Plan aufgeht, lässt sich noch nicht abschätzen. Sollten die Tennisspieler mitziehen, müsste die Stadt ihnen bei der Neuanlage von Clubhaus und Plätzen unter die Arme greifen. Und auch den neuen Parkplatz gäbe es nicht zum Nulltarif. „Trotzdem bleibt unter dem Strich ein erheblicher Gewinn, der den nicht unerheblichen Aufwand rechtfertigt“, ist die SPD sicher. Mit dem TC Rot-Weiß solle es bald weitere persönliche Gespräche geben, nachdem es in den vergangenen Monaten nur telefonischen Kontakt gegeben habe, wie Erster Stadtrat Martin Burlon ausführte. „Wir müssen mal hören, wie der Verein sich das vorstellt.“

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