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Audienz für Dreieicherin im Kanzleramt

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Von: Frank Mahn

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Meisterin in einer Männerdomäne: Jessica Jörges freut sich auf neue Herausforderungen.
Meisterin in einer Männerdomäne: Jessica Jörges freut sich auf neue Herausforderungen. © privat

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Jessica Jörges auf ihre Zeit im Maler-Nationalteam zurück. Drei Jahre lang war die Dreieicherin Teil des Teams, in dem jährlich die besten Maler und Malerinnen Deutschlands aufgenommen werden. Das Nationalteam fördert junge Talente und repräsentiert gleichzeitig das Maler- und Lackiererhandwerk.

Dreieich - Ihr persönliches Highlight war die Teilnahme bei den Worldskills 2019 im russischen Kazan. Bei der Weltmeisterschaft der Berufe wurde die Malerin mit der „Medal of Excellence“ ausgezeichnet und auch der anschließende Besuch der Nationalmannschaft im Kanzleramt wird für immer in Erinnerung bleiben.

„Die drei Jahre waren einfach der Hammer und ich konnte so viel mitnehmen“ sagt die 23-Jährige, die nun die Altersgrenze erreicht hat. „Dass ich jetzt kein aktives Mitglied mehr bin, ist natürlich schade, aber ich freue mich sehr auf die nächste Zeit und über meine neuen Aufgaben.“

Während der Zeit im Nationalteam hat Jörges die Meisterschule besucht und die Prüfung mit Bestnoten abgeschlossen. Erfahrung und Können gibt die junge Meisterin jetzt an ihre eigenen zwei Lehrlinge weiter.

Das Thema Ausbildung hat für die Dreieicherin hohen Stellenwert. So ist sie demnächst als Moderatorin bei „Welt der Wunder“ zu sehen. In der Sendung „Die neuen Superjobs“ blickt Jörges hinter die Kulissen anderer Ausbildungsberufe, um Lust aufs Handwerk oder auf eine Ausbildung anstelle eines Studiums zu machen. Im Moment sind zwölf Folgen abgedreht.

Ihre Liebe zum Handwerk und die Unterstützung für den Nachwuchs in Ausbildungsberufen durften vor Kurzem die Teilnehmer eines Workshops im Sprendlinger Jugendzentrum erleben. „Am Ende des Tages ein vorzeigbares Ergebnis vorweisen zu können, erfüllt einen mit Stolz“, so Jessica Jörges.

Ihr Talent und ihre Kreativität bringt die Malermeisterin in den elterlichen Betrieb, die Maler Schmidt GmbH, ein. Die Firma möchte sie in den nächsten Jahren übernehmen.  fm

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