DREIEICHHÖRNCHEN Team hat sich neu aufgestellt und bietet Ferienbetreuung

Auf der Farm kehrt das Leben zurück

Das neue Pädagogenteam der Dreieichhörnchen: Berrit Schmoller (oben von links) Lione Stienecke, Sarah Trageser, Juliane Krause (unten links) und Johannes Reichmann freuen sich, dass es endlich losgeht.
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Das neue Pädagogenteam der Dreieichhörnchen: Berrit Schmoller (oben von links) Lione Stienecke, Sarah Trageser, Juliane Krause (unten links) und Johannes Reichmann freuen sich, dass es endlich losgeht.

Dreieich – Bei den Dreieichhörnchen ist das Leben zurückgekehrt: Die Kinder toben mit den Bobbycars umher, zwei Jungs schnitzen sich ihre zuvor gesammelten Stöcke zurecht und eine kleine Gruppe von Kindern hilft Juliane Krause, die auf der Farm ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, bei der Fütterung der Laufenten.

Seit Beginn vergangener Woche kann das Farm-Team einer Gruppe von 15 Grundschulkindern nach Voranmeldung die Möglichkeit geben, rund drei Stunden Zeit inmitten der Hütten, Bäume, in dem schönen Garten oder bei den Tieren zu verbringen. „Das ist unser Testlauf nach der Corona-Pause, in der kommenden Woche geht es dann mit den Ferienspielen weiter“, erklärt Bärbel Debold, Schriftführerin und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit in dem Förderverein der Farm.

Nach den Hygieneregeln kann es bem beliebten Ferienangebot nicht wie gewohnt laufen: In der dritten und vierten Woche (20. bis 24. und 27. bis 31. Juli) können je zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern von 10 Uhr (versetzt von 10.15 Uhr) bis 13 Uhr (15.15 Uhr) kommen. Nachmittags zwischen 14 und 17 Uhr ist für den offenen Betrieb nach Voranmeldung für weitere 15 Kinder geöffnet. Ferienwoche fünf und sechs (3. bis 7. und 10. bis 14. August) gibt es jeden Tag vier Ferienspielgruppen zwei vormittags zwischen 10 Uhr und 13 Uhr und zwei nachmittags zwischen 14 und 17 Uhr. „Wir haben intensiv an einem Konzept gearbeitet, möglichst vielen Kindern die Möglichkeit zu geben, zu uns zu kommen und gleichzeitig alle Vorschriften einzuhalten“, erklärt Debold, warum sich das Team gegen eine ganztägige Ferienbetreuung für weniger Kinder entschieden hat.

Die Kinder- und Jugendfarm im Sprendlinger Seegewann war seit Mitte März komplett für den Publikumsverkehr geschlossen. Eine Zeit, die Debold mit dem Vorstand gut nutzen konnte, das Team der Pädagogen neu aufzustellen und einzuarbeiten. „Wir sind seit gut einem Jahr mit der Professionalisierung beschäftigt. Es geht dabei darum, die Überlastung der Pädagogen, aber auch die des ehrenamtlichen arbeitenden Vorstands zu verringern“, erläutert Debold. Das bedeutet nicht, dass die Farm nicht wie bisher ein offener Treffpunkt sein soll für alle Kinder, die frei und kreativ spielen und Verantwortung in der Gruppe und mit den Tieren lernen können. „Ganz im Gegenteil, es geht um eine bessere Struktur für eine noch bessere pädagogische Arbeit in einer Atmosphäre mit Wertschätzung und Respekt“, so Debold.

Neu ist Sozialmanagerin Berrit Schmoller. Die 29-Jährige sorgt für die Organisationsentwicklung. Dazu zählen die Planung der hauptamtlichen Kräfte, die Koordination des Ehrenamtes, der Kontakt zum Vorstand aber auch die Akquise von Förderprogrammen von Stiftungen für die Finanzierung der Farm. Denn die Förderung der Stadt alleine reicht nicht aus, die Dreieichhörnchen leben auch zu einem wesentlichen Teilvon Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Mit Sozialpädagogin Lione Stienecke (25) ist seit Mitte Mai die direkte Ansprechpartnerin für die Kinder mit an Bord. „Ich hatte jetzt Zeit, die Farm und die Kollegen kennenzulernen. Die Dreieichhörnchen sind ein so inspirierender Ort, hier regt alles dazu an, zu werkeln, zu bauen und auch mitzuentscheiden. Das will ich sehr gerne bei den Kindern fördern“, ist sie voller Ideen und Tatendrang.

„Noch in Gesprächen sind wir mit der Anstellung einer Fachkraft für die tiergestützte Pädagogik, aber das sieht auch schon ganz gut aus“, ist Bärbel Debold froh, dass es künftig einen festen Ansprechpartner für den Tierbereich auf der Farm geben wird. Dazu gehöre die Organisation der Ponyschule, die Versorgung der Tiere und auch die Fürsorge, wenn eines von diesen einen Tierarzt benötigt. Mit Sarah Trageser unterstützt eine duale Studentin, die Sozialpädagogik und Management studiert, an drei Tagen in der Woche das Team. Werkstudent Johannes Reichmann, der Ökotrophologie in Gießen studiert, ist für 20 Stunden in der Woche auf der Farm im Einsatz. Dazu kommt FÖJlerin Juliane Krause bis Ende Juli und die darüber hinaus auch noch als Honorarkraft zur Verfügung steht.

„Wir sind jetzt sehr gut aufgestellt, freuen uns auf die kommende Zeit und hoffen, dass die langsam sich reduzierenden Corona-Regeln es uns ermöglichen, auch mal zusammen zu feiern. Der Wunsch ist ein Adventsfeuer im Dezember – damit Kinder, Eltern, Vereinsmitglieder, Förderer, der Vorstand, das Team, eben wir alle uns gemeinsam näher kennen lernen können“, hofft die Schriftführerin.

Weitere Infos, auch zu den freien Plätze der Ferienspiele, gibt es auf der Homepage.

» dreieichhoernchen.de

Von Nicole Jost

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