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„Ausgezeichneter“ Wohnort Dreieich

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Bürgermeister Dieter Zimmer und Erster Stadtrat Martin Burlon (rechts) sind stolz auf die Urkunde, die IHK-Geschäftsführer Markus Weinbrenner ins Rathaus mitbrachte.

Dreieich - Der Nachbar im Süden darf sich seit fast einem Jahr mit dem Etikett schmücken, jetzt muss sich die Stadt Dreieich in dieser Beziehung nicht mehr hinter Langen verstecken. Von Frank Mahn

Von der Industrie- und Handelskammer Offenbach ist sie als „ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ zertifiziert worden. Wolfgang Niersbach fühlt sich in Dreieich wohl, Küchenmogul Hans Strothoff und Hahn-Air-Chef Hans Nolte ebenfalls – der DFB-Boss und die beiden Unternehmer wissen längst um die Vorzüge der Stadt. Die Verwaltung hat’s nun schwarz auf weiß. „Wir sind nicht perfekt, das wissen wir. Aber wir haben schon ganz schön viel zu bieten“, sagt Bürgermeister Dieter Zimmer selbstbewusst. 101 Punkte sind bei der Überprüfung von sechs Handlungsfeldern erreichbar, mindestens 70 sind notwendig, um das Gütesiegel zu erhalten. Wie viel die Dreieicher gesammelt haben, verrät IHK-Geschäftsführer Markus Weinbrenner nicht.

Die Auszeichnung honoriert die Anstrengungen von Städten, eine besondere Willkommenskultur für Fach- und Führungskräfte entwickelt zu haben, so Weinbrenner. Vor allem die Bandbreite und Vielzahl von Projekten zur Integration hinterließ bei der IHK-Jury bleibenden Eindruck. Als Beispiel nennt Weinbrenner die Elternlotsen: Mütter und Väter von Kita-Kindern, die sich schulen lassen, um Familien mit Migrationshintergrund das Einleben zu erleichtern. Der Geschäftsführer lobt außerdem die vielen Angebote zur Sprachförderung.

Dass zum Perfektionismus noch einiges fehlt, ist der IHK natürlich nicht verborgen geblieben. „Gemeinsam haben wir Entwicklungsziele ausgemacht, die in den nächsten drei Jahren realisiert werden sollen. Dazu gehören besseres Infomaterial für Neubürger, auch auf Englisch, sowie eine Liste, auf der Mitarbeiter der Verwaltung aufgeführt werden, die über Fremdsprachenkenntnisse verfügen“, so Weinbrenner. Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn eines Morgens der indische Entwicklungsleiter eines internationalen IT-Unternehmens ins Rathaus kommt und nach attraktivem Wohnraum für sich und seine fünfköpfige Familie fragt, muss eine Verwaltung darauf vorbereitet sein. Das Rhein-Main-Gebiet sei auf Zuwanderung angewiesen, um den Bedarf an Fachkräften zu decken, sagt Weinbrenner. Zu den weiteren untersuchten Kriterien zählen das Kultur- und Freizeitangebot, Kinderbetreuung und schulisches Angebot, Gesundheitsversorgung und die Ausstattung mit Internet-Breitbandanbindungen.

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