Große Freude beim Verein Lehr- und Kräutergarten / Falkner kommt zum Saisonabschluss

Auszeichnung im Doppelpack

Die Arbeit des Vereins Lehr- und Kräutergarten findet mittlerweile weit über die Region hinaus Beachtung. Davon zeugen gleich zwei Auszeichnungen, mit denen das Engagement Mitte September gewürdigt wird.

Dreieich – So hat der Verein beim von der Stiftung Mensch und Umwelt ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerb „Wir tun was für die Bienen“ gemeinsam mit einem Projekt aus Rheinland-Pfalz den dritten Platz belegt, und zwar in der Kategorie Firmen-, Institutions- und Vereinsgärten. Die Preisverleihung – die Dreieicher können sich neben der öffentlichen Anerkennung über 500 Euro freuen – ist am 14. September im Abgeordnetenhaus in Berlin.

Lange kann sich die kleine Delegation des Vereins nicht in der Hauptstadt aufhalten. Denn am Sonntag, 15. September, findet im Lehr- und Kräutergarten ab 11 Uhr die Saisonabschlussfeier statt. Der Vorstand um Klaus Rehwald bereitet ein attraktives Programm vor. So hält ein Falkner einen Vortrag über Greifvögel in den Baierhansenwiesen. Zudem bringt er einige der majestätischen Tiere mit. Der gastgebende Verein stellt sich und seine Projekte vor, der Bienenzuchtverein Dreieich informiert über Bienen, der Obst- und Gartenbauverein Dreieichenhain über Streuobstwiesen und einheimische Apfelsorten. Für Senioren ist eine Rikscha im Einsatz, die zwischen dem Parkplatz in der verlängerten Fichtestraße und dem Kräutergarten pendelt.

Stolz sind die Verantwortlichen, dass sie an diesem Tag eine weitere Würdigung für ihr Schaffen erfahren. Der Lehr- und Kräutergarten wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Vereinten Nationen wollen damit dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenwirken. Der Begriff „Biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten widerspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Und auf diesem Feld leistet der Dreieicher Verein Vorbildliches.

Der letzte Workshop der Saison ist am Donnerstag, 29. August, um 18 Uhr. Dann geht es um das Thema „Bitter im Mund – dem Magen gesund“. Stephanie König von der Naturschule Hessen erläutert anhand von praktischen Beispielen, warum Bitterstoffe für unseren Körper so wichtig sind. Einige wenige Plätze sind noch frei. Interessenten können sich per E-Mail an kraeuter-garten-dreieich@t-online.de anmelden.

Das Einzugsgebiet des Gartens wird derweil immer größer. Aus vielen Städten der Region kommen Besucher nach Sprendlingen, um sich die Kräuteroase anzuschauen. 2018 zählte der Verein mehr als 9 000 Besucher, 1 300 nahmen an Führungen und Workshops teil. Auch Schulen schätzen das Angebot. Noch ist die 2019er Saison nicht ganz abgeschlossen, aber Vorsitzender Klaus Rehwald ist sicher, dass sich die Zahl der Besucher erstmals im fünfstelligen Bereich bewegen wird.  fm

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