Baugebiet „Nördlich der Albert-Schweitzer-Straße“:

Mit der Erschließung geht es weiter

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Bild vom Baugebiet „Nördlich der Albert-Schweitzer-Straße“.

Götzenhain - Wochenlang tat sich wegen der Insolvenz einer Erschließungsfirma im Baugebiet „Nördlich der Albert-Schweitzer-Straße“ nichts. Nun soll es endlich weitergehen - mit einem neuen Unternehmen. Von Holger Klemm 

Maschinen der in Insolvenz gegangenen Baufirma Jakob & Weigel aus Herborn finden sich noch vor Ort in Götzenhain. Zum Einsatz werden sie allerdings nicht mehr kommen. Am 18. April übernimmt die Firma Albert Weil aus Limburg die restlichen Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt. Mit dem Abschluss rechnet die mit der Erschließung beauftragte Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) Mitte Juni.

Das sah Ende Januar, als die Arbeiten wegen der Insolvenz von Jakob & Weigel eingestellt wurden, noch anders aus. Alle Beteiligten gingen davon aus, dass die Firma schnell wieder in Götzenhain an den Start gehen würde. Das Interesse hätten jedenfalls alle bekundet. Doch dann tat sich erst einmal nichts. Mehrere Wochen hatte die DSK nach Angaben ihres geschäftsführenden Gesellschafters Marc Weinstock versucht, in Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter Einigkeit über die Fortführung der Arbeiten zu erzielen. „Am Ende konnten und wollten wir die Forderungen des Insolvenzverwalters nicht erfüllen“, teilt Weinstock mit, ohne näher auf die Gründe einzugehen.

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Die DSK habe sich deshalb am Mittwoch dieser Woche entschieden, die Zusammenarbeit mit Jakob & Weigel nicht weiter fortzusetzen. „Uns war es wichtig, im Sinne aller Bauherren die Arbeiten zuverlässig zu beenden und belastbare Gewährleistungen zu erhalten. Das schien uns mit Jakob & Weigel nicht mehr möglich zu sein“, führt Weinstock weiter aus. Bei eventuellen fehlerhaften Arbeiten hätte das Unternehmen womöglich keinen Schadensersatz leisten können.

Die nun mit den Arbeiten beauftragte Firma Weil bezeichnet Weinstock als renommiert. Durch den Stillstand sei es zu einer Verzögerung der Erschließung um knapp zwei Monate gekommen. „Das ist bedauerlich, aber leider unvermeidbar“, sagt der Geschäftsführer. Mitte Juni könnten die Hochbauarbeiten für die Eigenheime im zweiten Bauabschnitt beginnen. Die Erschließung des ersten Abschnitts ist im November abgeschlossen worden. Erste Baumaßnahmen gibt es dort bereits. Generell lobt Weinstock die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Ersten Stadtrat Martin Burlon.

Für die noch verbleibenden Arbeiten war es laut Weinstock gar nicht so einfach, eine Firma zu finden, gerade jetzt im Frühjahr, wo es auf vielen Baustellen wieder so richtig los geht. „Es gibt in Götzenhain nicht mehr so viel zu tun“, meint er. Deshalb sei der Auftrag auch nicht mehr so lukrativ gewesen.

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