Ferienspiele Dreieich

Ganz im Olympia-Fieber

+
Quirlig und bunt ging es zu an der Burg beim gestrigen Bergfest der Ferienspiele.

Dreieichenhain (hov) - Sicher, ein wenig konzeptionelle Beweglichkeit verlangt das Wetter den Machern der Ferienspiele schon hin und wieder ab. Wer aber nun denkt, dass Hilke Rütten mit den diesjährigen, vermeintlich vermaledeiten Wetterquerelen hadert, der irrt.

Zugegeben, gestern hätte die Frau, die bei der Stadt für die Organisation der Ferienspiele verantwortlich ist, ohnehin kaum Grund dazu gehabt. Denn pünktlich zum Beginn des traditionellen Bergfestes an der Burg Hayn strahlt die Sonne mit den Kindern um die Wette. Aber auch ansonsten „haben wir richtig Glück“, findet Rütten. „Klar, etwas mehr Sonne wäre schön, aber wenn’s richtig heiß ist, ist das für uns auch absolut nicht optimal. “ Denn dann sei die Herausforderung noch größer, dafür Sorge zu tragen, dass alle Kinder genug trinken und sich mit Sonnencreme schützen.

Am Montag ist die erste Runde der Ferienspiele auf dem Gelände an der Breiten Haagwegschneise gestartet, mit 100 Kindern. Dass in diesem Jahr „Olympia“ das Rennen ums thematische Leitbild gemacht hat, wundert dabei wohl niemanden. Da Sportler aus aller Welt bald bei den Spielen in London antreten, erfahren die Mädchen und Jungen, aufgeteilt in fünf Gruppen, vieles über die Kontinente und den olympischen Gedanken. Die Australien-Gruppe zum Beispiel habe gelernt, wie man einen Bumerang herstellt, erzählt Hilke Rütten. Was die Kleinen sonst noch so alles gebastelt haben, bekommen Eltern und Gäste gestern Nachmittag, als die Truppe fürs Bergfest vor den Mauern der Burg Station macht, an Ständen zu sehen. Doch der größte Hingucker sind die Vorführungen. Jede Gruppe hat etwas einstudiert.

Bilder vom Bergfest bei den Ferienspielen

Bergfest bei den Ferienspielen

Die kleinsten der 100 jungen „Olympioniken“ turnen und tanzen rund um fünf Ringe. Die Australien-Gruppe hat nicht nur ein Papp-Känguru mitgebracht; die Kinder singen, tanzen und hüpfen auch um die Wette.

Da schaut auch Dr. Wolfgang Mühlschwein, Vorsitzender des Vereins „Dreieicher Weihnachtskalender“, gerne zu. 1000 Euro aus der Aktion konnte er jüngst an die Stadt übergeben – und so mehr als 40 Kindern, denen die Teilnahme sonst wohl nicht möglich gewesen wäre, den Ferienspaß ermöglichen.

Dass ab dem nächsten Jahr wegen der klammen Stadtkasse nur noch zwei und nicht mehr vier Wochen Ferienspiele angeboten werden, sei durchaus Gesprächsthema unter den Eltern, hat Rütten erlebt. Manch einer mache sich Sorgen, ob es dann wieder Gedränge bei der Anmeldung geben könnte.

Aber diesmal gibt es sie ja noch, die vier Wochen. In der zweiten Ferienspiel-Runde werden es ab Montag, 30. Juli, noch mehr, nämlich 180, Mädchen und Jungen sein, die olympische Abenteuer erleben. Wie immer ist dann der letzte Tag (11. August) für ein Abschlussfest auf dem Ferienspielgelände reserviert – damit sich die Kinder wieder ein wenig an ihre Eltern gewöhnen können.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare