Platz der Generationen am Rande der Baierhansenwiesen eingeweiht

Bewegungsparcours für Jung und Alt

Die Altersstruktur in Dreieich wird sich bis 2030 erheblich verändern – mit einer Zunahme der 65- bis 80-Jährigen um 40 Prozent. Klaus Rehwald Lehr- und Kräutergarten Ein Bürgermeister in Bewegung: Bei der Einweihung testeten Martin Burlon und einige Sponsoren das neue Angebot. Im Frühjahr soll noch eine Boulebahn dazukommen. Foto: strohfeldt

Dreieich – Jetzt ist das Paket komplett: Am Rande der Baierhansenwiesen ist am Mittwochnachmittag der Platz der Generationen eingeweiht worden. Das Gelände mit dem aufgepeppten Spielplatz und dem neuen Bewegungsparcours ist eine weitere Aufwertung für das Naherholungsgebiet.

Gesundheitsbewusste Dreieicher können auf der Slackline Gleichgewicht und Körperspannung trainieren, auf der Wackelplatte werden die Hüften beweglich und der Powerpush lädt zum Krafttraining für Schulter- und Brustmuskulatur ein. Ein Streetball-Feld macht Lust auf eine Runde Basketball und auch ein Liegestütz- und ein Armzuggerät wurden in den vergangenen Tagen installiert.

Bürgermeister Martin Burlon hofft, dass möglichst viele Menschen Lust bekommen, sich dort an der frischen Luft zu bewegen. „Dieser Platz ist eine wunderbare Möglichkeit, die Generationen zusammenzubringen und wird hoffentlich ein sehr lebendiger Treffpunkt“, sagt der Rathauschef. Er ist von dem Konzept mit dem Spielplatz, dem Sportangebot und dem unmittelbaren Anschluss in die Natur der Baierhansenwiesen begeistert.

Bereits vor einigen Jahren hatte es im Stadtparlament einen Prüfantrag gegeben, in das Gelände des Bürgerparks einen Bewegungsparcours für Senioren zu integrieren – eine Realisierung war an den Finanzen gescheitert. Die Arbeitsgruppe Baierhansenwiesen unter dem Dach der AG Umwelt und Naturschutz, das Team des Lehr- und Kräutergartens, die Freunde Sprendlingens und das Deutsche Naturheilkunde-Museum griffen die Idee 2017 auf – als Gesamtkonzept in Verbindung mit dem in die Jahre gekommenen Spielplatz in der Schleusenstraße in der Nähe zum Kräutergarten, dem Rundweg und dem Naturlehrpfad, der 2018 entstanden ist.

„Die Altersstruktur in Dreieich wird sich bis 2030 erheblich verändern, mit einer Zunahme der Altersgruppe der 65- bis 80-Jährigen um 40 Prozent“, schildert Klaus Rehwald, Vorsitzender des Lehr- und Kräutergartenvereins. Die Idee, einen Ort der Begegnung und der Bewegung für Jung und Alt zu schaffen, wurde geboren. Anhand des vom hessischen Sozialministerium herausgegebenen Leitfadens „Bewegung und Gesundheit im Alter“ erstellten die Initiatoren ein Konzept und stellten es dem Magistrat vor. Die politische Entscheidung fiel dann im Sommer 2018 – allerdings mit einer Auflage: Die Initiative muss die Hälfte der Kosten von rund 90 000 Euro tragen, für die andere Hälfte steht die Stadt gerade.

Rehwald und seine Mitstreiter rührten überaus erfolgreich die Spendentrommel: Allein 38 500 Euro kommen von der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main. Die Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH, von Poll Immobilien, die Sparkasse Langen-Seligenstadt, die Bürgerstiftung und der Lehr- und Kräutergarten schlossen die Finanzlücke. Das Planungsbüro des Frankfurter Garten- und Landschaftsarchitekten Dirk Schelhorn bekam den Zuschlag. „Gemeinsam können wir Großes schaffen“, ist Rehwald mit Blick auf den jetzt fast fertiggestellten Platz stolz.

Der städtische Dienstleistungsbetrieb mit Lisa-Marie Schmand als Projektleiterin an der Spitze hat die Geräte installiert und die Fläche zudem mit Bäumen, Sträuchern und Sitzgelegenheiten attraktiver gemacht. „Ein Gerät wird noch nachgeliefert, ein Stepper soll den Bewegungspark vervollständigen“, kündigt die Gärtnermeisterin an.

Klaus Rehwald und seine Mitstreiter indes sind in ihrem Tatendrang nicht zu bremsen. Sie wollen noch eine Idee umsetzen: Der Platz der Generationen soll im Frühjahr um eine Boulebahn erweitert werden. „Diese realisieren wir mit der Unterstützung Dreieicher Vereine. Seniorengruppen haben uns schon signalisiert, dass sie die Anlage mit Leben füllen wollen und sich auf das gemeinsame Boulespiel im Frühjahr freuen“, so Rehwald.   njo/fm

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