Biotechkonzern in Dreieich

Verkauf von Geschäftsteilen beschert Biotest hohen Gewinn

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Sondereinnahmen nach der Übernahme durch Chinesen haben dem Biotechkonzern Biotest einen Gewinnsprung beschert.

Dreieich - Sondereinnahmen nach der Übernahme durch Chinesen haben dem Biotechkonzern Biotest einen Gewinnsprung beschert. Im ersten Halbjahr schoss der Überschuss auf fast 186 Millionen Euro hoch, wie das im SDax notierte Unternehmen heute in Dreieich mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum hatte nach dem Rückruf eines Medikaments noch ein Verlust von 17,8 Millionen Euro gestanden. Das Unternehmen, das Arzneien auf Basis von menschlichem Blutplasma herstellt, war zu Jahresbeginn vom chinesischen Investor Creat übernommen worden.

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Damit US-Behörden zustimmen, mussten die Hessen aber ihr Geschäft in den USA veräußern. Dieses ging jüngst für 286 Millionen Dollar an den spanischen Pharmakonzern Grifols. Davon wurden 158 Millionen als Sondergewinn im ersten Halbjahr verbucht.

Auch im Tagesgeschäft lief es für Biotest wieder besser. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf knapp 201 Millionen Euro. Im fortgeführten Geschäft schrumpfte der Verlust auf 8 Millionen Euro nach einem Minus von gut 30 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

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Biotest mit 1600 Mitarbeitern weltweit will die Produktion in Dreieich bis 2020 verdoppeln und hatte zuletzt neue Plasmazentren in Tschechien eröffnet. Das Kapital der Chinesen soll die Expansion unterstützen. Creat hatte angekündigt, die Zentrale sowie Namen, Marken und Produktbezeichnungen beizubehalten. (dpa)

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