„Brunnen kann bleiben“

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Seit 1980 steht der Rosenheim-Brunnen vor dem ehemaligen Bürgersaal. Der Kulturelle Förderkreis hatte ihn der Stadt geschenkt.

Buchschlag ‐ Die Buchschlager wollen auf ihren Schneckenbrunnen nicht verzichten, sind auch nicht bereit, ihn an anderer Stelle neu aufbauen zu lassen - das hat eine Bürgerversammlung am Donnerstag vergangenen Woche ganz klar gezeigt. Von Klaus Hellweg

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Für die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung war das am Montagabend Grund genug, sich mit diesem Wunsch auseinander zu setzen und einen Vorschlag für den Erhalt des Brunnens auszuarbeiten. Der Vorschlag sieht nach Angaben des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Hartmut Honka und des Fraktionsvorsitzenden Claus Thonabauer vor, einen kleinen Teil des Grundstücks vor dem ehemaligen Bürgersaal, auf dem der Brunnen sich befindet, vom Verkauf auszunehmen - nicht aber die gesamte 800 Quadratmeter große Parzelle.

Die westliche Grundstücksgrenze solle, so Honka und Thonabauer, möglichst parallel zum Hirschgraben geführt werden. Die restliche Fläche des bisher zum Verkauf vorgesehenen Brunnen-Eckgrundstücks soll den übrigen sieben zum Verkauf anstehenden Grundstücken zugeschlagen werden.

Dadurch würden diese Parzellen nicht nur vergrößert, sondern es bestehe auch die Möglichkeit, ihren Zuschnitt zu verbessern.

Große Verbindung zum Schneckenbrunnen

Die beiden CDU-Politiker wörtlich: „Nach unserer Wahrnehmung von der Bürgerversammlung besteht eine große Verbindung vieler Buchschlager zum Schneckenbrunnen. Es wäre daher in aller Interesse, wenn ihn Stadt und Bürger gemeinsam auf diese Weise erhalten könnten.“ Die „große Geste“, die die Buchschlager Bürger vor vielen Jahren mit der Stiftung des Brunnens gezeigt hätten, könne durch eine solche Unterstützung gerade zum jetzigen Zeitpunkt würdig fortgesetzt werden.

Thonabauer weist darauf hin, dass der bisherige Zuschnitt der Grundstücke zwar nach der Quadratmeterzahl „absolut perfekt“ sei, doch hätten Architekten und Planer eine sinnvolle Bebaubarkeit einiger Grundstücke arg in Zweifel gezogen.

Stadt kann noch einmal nachbessern

Durch den jetzt vorgelegten Vorschlag werde der Stadt die Möglichkeit gegeben, noch einmal nachzubessern. Wenn man beim Zuschnitt der einzelnen Grundstücke nämlich nicht die exakt gleiche Quadratmeterzahl (nämlich 800) nehme, könnten die Grundstücke später besser genutzt werden. Somit steige ihr Wert und der Verkaufserlös für die Stadt.

Der Verzicht auf einen teilweisen Verkauf des Brunnen-Eckgrundstücks könne dadurch zumindest zum Teil kompensiert werden.

Bis zum Mai will eine von der Stadtverordnetenversammlung eingesetzte Arbeitsgruppe zu Ergebnissen über die Zukunft des Brunnens kommen.

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