Stadt soll Gesprächsfaden mit Rewe wieder aufnehmen

BfD: Nahversorgung in Offenthal sichern

Offenthal - Der Bericht in unserer Mittwochausgabe, der die Zukunft des Rewe-Marktes in Offenthal thematisierte, hat die Fraktion Bürger für Dreieich (BfD) alarmiert.

„Nach aktuellen Aussagen des Rewe-Standortplaners Axel Kittler hat der Markt in der Ortsmitte absehbar keine Zukunft, da die Fläche zu klein sei, um das Geschäft wirtschaftlich betreiben zu können. Das deutet darauf hin, dass das Kölner Handelsunternehmen erneut eine Schließung ins Auge fasst, obwohl die Nahversorgungssituation in Offenthal schon jetzt angespannt ist“, stellt die Fraktionsvorsitzende Natascha Bingenheimer fest.

Die Nahversorgung in dem Stadtteil ist seit Jahren ein Dauerthema. Bingenheimer erinnert daran, dass die Offenthaler Planungswerkstatt 2014 eingestellt wurde, nachdem sich aufgrund schwieriger Eigentums- und Mietverhältnisse keine Lösung abgezeichnet hatte, den Markt am Standort Borngartenstraße zu vergrößern. Auch ein Neubau außerhalb des Ortskerns am Standort der Tankstelle, wie ihn Rewe gerne hätte, wurde immer wieder kontrovers diskutiert.

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„Wir wünschen uns, dass die Stadt die Gespräche mit den Betroffenen wieder aufnimmt, damit der Ortsteil auch in Zukunft die Möglichkeit bietet, zentral und fußläufig Lebensmitteleinkäufe zu erledigen. Wir beobachten mit Sorge, dass die Infrastruktur in Offenthal zunehmend zu veröden droht“, führt Bingenheimer aus. Sie und ihr Kollege Tino Schumann befürchten, dass die Bevölkerung zunehmend abgeschnitten wird. „Die Stadt muss Schritte unternehmen, um diese Entwicklung zu stoppen. Der Erhalt eines Lebensmittel-Anbieters gehört zu diesem Themenkomplex.“

In Sprendlingen habe Rewe bereits die Politik der Schließung von angeblich nicht wirtschaftlich zu betreibenden Filialen verfolgt, obwohl der Markt in der Frankfurter Straße nach Auffassung der BfD „bestens frequentiert“ war. Heute verkauft Tegut Lebensmittel in den Räumen. Das Gebaren von Rewe sei Ausdruck eines Geschäftskonzepts, das größere Märkte mit Flächen zwischen 1200 und 1500 Quadratmetern favorisiere. Bingenheimer: „Mit dem größeren Umsatz soll sich die Rendite erhöhen.“

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Eine wohnortnahe Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln müsse zentrales Anliegen der Politik sein. Gerade auch vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung müssten solche Geschäfte auf kurzen Wegen zu erreichen sein. (fm)

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