„Der Nahverkehr muss ausgebaut werden“

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Natascha Bingenheimer

Dreieich (hok) - Einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fordert Natascha Bingenheimer, Bürgermeisterkandidatin der Linken. Gleichzeitig kritisiert sie die Position der CDU als unzureichend.

Die Union hatte in der vergangenen Woche auf die besondere Bedeutung der Flughafenlinie 67 für den Standort Dreieich hingewiesen.

„Die Idee einer Weiterführung der Bus-Linie 67 zum Flughafen ist in die richtige Richtung gegangen“, lobt Natascha Bingenheimer. Insgesamt sei der ÖPNV in Dreieich aber nicht gut aufgestellt und auch viel zu teuer. Es gehe nicht nur um den Standortfaktor für die Ansiedlung neuer Betriebe. Vielmehr müsse auch an die Bürger gedacht werden, die zum Beispiel einkaufen gehen möchten. „Der beste Supermarkt auf der grünen Wiese nützt nichts, wenn am Samstag kein Bus das Ziel anfährt oder erst umständlich ein Anrufsammeltaxi bestellt werden muss“, kritisiert die Linke-Stadtverordnete. In einer zunehmend alternden Gesellschaft und hinsichtlich der unerträglichen Umweltbelastung durch den zunehmenden Individualverkehr sei dies ein wichtiges Argument.

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Die Diskussion um die Eindampfung des ÖPNV in Zusammenhang mit Kienbaum bezeichnet sie als hanebüchen. Eine Abschaffung sei zwar vermieden worden. Bereits andiskutierte Taktausdünnungen und eventuelle Streckenstreichungen würden so leichter gerechtfertigt.

Bingenheimer: „Das Streckennetz und die Takte sind bereits ausgedünnt. Wir brauchen nicht weniger, sondern wesentlich mehr ÖPNV und vor allen Dingen günstigere Tarife.“ Die öffentliche Hand habe die Verpflichtung, die Infrastruktur umfangreich auszubauen.

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