Bürgermeisterwahl in Dreieich

Kandidaten längst in den Startlöchern

Dreieich - Mit dem Ablauf der Bewerbungsfrist am Montagabend geht der Bürgermeisterwahlkampf in seine nächste Runde. Wir haben bei den vier Kandidaten nachgefragt, was sie in den nächsten Wochen vorhaben. Von Holger Klemm 

Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt und Erster Stadtrat Martin Burlon sind bereits seit Wochen bei Festen und Veranstaltungen unterwegs, um Präsenz zu zeigen. Neben den beiden treten, wie berichtet, die parteilosen Kandidaten Christian Kurz und Thomas Schüller an.

Bettina Schmitt

Bettina Schmitt, Diplom-Kauffrau und 55 Jahre alt, hat bereits eine Homepage geschaltet und Flyer unter dem Motto „Für ! Dreieich – Bettina Schmitt“ verteilt. In den nächsten Wochen bietet die CDU-Kandidatin Kennenlern-Termine an – Auftakt ist am morgigen Donnerstag in Buchschlag (Hotel Mercure), gefolgt von Sprendlingen (Donnerstag, 30. August, im Casa Grande, Fichtestraße 50), Dreieichenhain (Freitag, 31. August, im Dreieich-Museum), Götzenhain (Mittwoch, 5. September, im Bürgertreff) und Offenthal (Mittwoch, 12. September, in der Philipp-Köppen-Halle). Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Ihre Forderungen und Pläne fasst sie unter den fünf Schlagworten „Lebenswertes Dreieich“, Wirtschaft und Wirtschaftsförderung, Wohnen, „Kind-Sein“ und „Aktive Bürger“ zusammen. „In Dreieich gibt es viele Ideen, doch es kommt darauf an, mehr davon umzusetzen“, betont sie. Zu ihrem Flyer gehört eine Postkarte, auf der Interessierte ihre Ideen und Wünschen mitteilen können. „Der Rücklauf ist schon sehr gut“, freut sich die Kandidatin.

Alles zur Bürgermeisterwahl in Dreieich

Martin Burlon

Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos), 43 Jahre und Jurist, wollte erst den Ablauf der Bewerbungsfrist und die Sitzung des Gemeindeausschusses am 31. August abwarten, bevor er richtig loslegt. Doch schon die jetzigen Besuche von Veranstaltungen sind ihm sehr wichtig, um mit den Dreieichern ins Gespräch zu kommen, oder wie im Falle des Hooschebaafestes die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements in dem Fall durch die STG zu würdigen. Seine Kampagne stellt er unter das Motto „Dreieichverbunden statt parteigebunden“. Sein offizieller Wahlkampfauftakt ist am Mittwoch, 5. September, um 19 Uhr im Foyer des Bürgerhauses. Dann soll auch das Programm vorgestellt und die Homepage geschaltet werden. Zahlreiche weitere Veranstaltungen in allen Stadtteilen sollen folgen. Die erste ist am Freitag, 7. September, um 18 Uhr ab Dreieichplatz. Im Rahmen des Stadtradelns lautet das Motto „Biken mit Burlon“. Nach einer eineinhalbstündigen Tour gibt es eine Einkehr. Nach Schwerpunktthemen befragt, nennt der Kandidat die Kinderbetreuung unter dem Stichwort „Familie und Beruf Hand in Hand“, die Mobilität der Zukunft sowie der geförderte Wohnraum. Das heißt für Burlon aber nicht, dass andere Themen wie die Wirtschaftsförderung oder das Ehrenamt hinten anstehen.

Christian Kurz

Für den Dreieichenhainer Christian Kurz, 36 Jahre und Mitgesellschafter einer Digital-Agentur, kommt es zunächst darauf an, sich auch in den anderen Stadtteilen bekannter zu machen. Er sieht sich aber gut vorbereitet. Mithilfe von Unterstützern ist einiges geplant. Dazu gehören eine eigene Homepage und Wahlplakate. Als Themen nennt er neben der Kinderbetreuung die bessere Lenkung des Verkehrs in der Stadt sowie die Verbesserung der Infrastruktur. Ein Auslöser für seine Kandidatur war der Einbruch der Gewerbesteuer. Deshalb müsse die Verbindung zwischen Wirtschaft und Verwaltung besser werden. Wichtig seien auch ein besserer Austausch und eine offene Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung. Da liege doch einiges im Argen. Als Beispiel nennt er das Thema Lettkaut, wo es bis heute an Transparenz fehle. Seine bislang fehlende politische Erfahrung sieht Kurz nicht als Nachteil und verweist auf den Blick von Außen, mit dem einiges auf den Weg gebracht werden könne.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Thomas Schüller

Thomas Schüller, 56 Jahre und Student, habe sich schon immer für Kommunalpolitik interessiert. Seine Motivation erklärt sich durch die Art, wie die Stadt in den vergangenen Jahren größere Projekte behandelt habe. Er nennt den Abriss der historischen Zahnfabrik, die Neue Mitte mit ihrer mangelnden Bürgerbeteiligung und die Lettkaut. Auch da habe es an Transparenz, Offenheit und Fairness gefehlt. Als Schwerpunkte bezeichnet er unter anderem die Bürgerbeteiligung, die Stärkung demokratischer Prozesse, die Kinder- und Jugendbetreuung, Seniorenpolitik sowie die Fortsetzung der Konsolidierung. Schüller kündigt Veranstaltungen in allen Stadtteilen an.

Rubriklistenbild: © dpa

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