Spielzeit reich an Premieren

Burgfestspiele 2020: Neue Gesichter und alte Bekannte auf der Freilichtbühne

„Im Mondrausch“ schwelgt Pe Werner mit ihrer Band am 12. Juli im Burggarten. Fotos: veranstalter
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„Im Mondrausch“ schwelgt Pe Werner mit ihrer Band am 12. Juli im Burggarten. Fotos:

Treue Festspielgänger wissen: Wenn es auf den ersten Advent zugeht, stellen die Bürgerhäuser Dreieich das Programm für die Burgfestspiele in Dreieichenhain vor.

Dreieich – Kultur-Fans können sich einmal mehr auf hochkarätige Gäste freuen, darunter viele alte Bekannte, aber auch etliche Künstler, die erstmals die besondere Atmosphäre auf der Freilichtbühne genießen werden. Bespielt wird sie vom 1. Juli bis zum 16. August 2020. Auf die Besucher warten 32 verschiedene Programmpunkte, verteilt auf 41 Vorstellungen an 36 Tagen.

Nothing! Mit ihrer Meinung zum Brexit hielten die Mitglieder von The Ukulele Orchestra of Great Britain bei ihrem Auftritt in diesem Sommer nicht hinter dem Berg. Das Ensemble, schon mehrfach in Dreieichenhain gefeiert, bestreitet am 1. Juli die Premiere und legt am 2. gleich noch einen Auftritt nach. Die Formation zeichnet sich nicht nur durch musikalische Virtuosität aus, sondern auch durch ihren Humor – very british.

Sehen gar nicht so alt aus: Die Pop-Kabarettistinnen Alte Mädchen kündigen einen Abend nicht nur für Frauen an.

Am 3. Juli gibt sich erstmals Andy Ost in den altehrwürdigen Mauern die Ehre. Der Musik-Kabarettist bringt seine Band mit und präsentiert sein Programm „Kunstpark Ost“. Ein paar Tage später gibt es ein Wiedersehen mit seinem Kollegen Bodo Wartke, der zu den Publikumslieblingen in der Burg gehört und am 8. und 9. Juli mit seiner musikalischen Wortakrobatik vorstellig wird. Selbstläufer sind die beiden Konzerte von Max Mutzke am 17. und 18. Juli. Der charismatische Sänger aus dem Schwarzwald ist immer Garant für ein volles Haus.

Ebenfalls Klassiker im Programm sind die Italienische Opernnacht (5./6. Juli), Henni Nachtsheim und Rick Kavanian (10. Juli), Walter Renneisen und Ulrike Neradt (19. Juli), Jazz in der Burg (25./26. Juli) und Varieté unter Sternen (12. bis 15. August).

Klaus Hoffmann singt Lieder von Jacques Brel.

Doch die Spielzeit 2020 ist reich an Premieren. Erstmals geben unter anderem Pe Werner (12. Juli), Klaus Hoffmann (16. Juli), Martina Schwarzmann (30. Juli), Lars Reichow (31. Juli) und Alte Mädchen (1. August) ihre Visitenkarten in der Burg ab. Und dann gibt es noch ein paar ganz besondere Bonbons. Zum Beispiel die „Westside Story“ am 11. Juli, arrangiert für die HR-Bigband und den schwedischen Ausnahme-Posaunisten Nils Landgren. Oder die „Söhne Hamburgs“ am 9. August. Hinter dem Namen stecken Stefan Gwildis, Joja Wendt und Rolf Claussen. Das Repertoire des Trios reicht von Blues, Jazz und Soul bis hin zu Salsa und Bossa Nova.

Musical-Fans kommen vom 6. bis 8. August bei „Hairspray“ auf ihre Kosten. Glam und Glitzer sind auch am 23. Juli angesagt, Dann leben die Hits der schwedischen Pop-Legende Abba auf – live gespielt und gesungen.

Ausnahmekönner: Nils Landgren und die HR-Bigband nehmen sich der „Westside Story“ an.

Die Theatersparte decken unter anderem das Ensemble Poetenpack mit der „Mittsommernachts-Sexkomödie“ nach Woody Allen (15. Juli), das Barock am Main-Ensemble mit Michael Quast (29. Juli) und das NN Theater Köln mit „Exit Casablanca“ (22. Juli) ab.

Bei den Preisen bleibt fast alles wie gehabt. Lediglich die Preisstaffel 4 wird zwei Euro teurer. Der Vorverkauf beginnt heute im Bürgerhaus Sprendlingen, Fichtestraße 50, und online. Sparfüchse wissen: Bis 31. Januar gibt es einen Frühbucherrabatt von zwei Euro je Ticket.

Infos: burgfestspiele-dreieichenhain.de

VON FRANK MAHN

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