Programm für 2019

Burgfestspiele Dreieichenhain: Auftakt mit dem Doktor der Nation

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Max Mutzke gehört quasi zum Inventar der Festspiele. Der Sänger aus dem Schwarzwald liebt die Auftritte in der Burg.

Dreieich - Die Burgfestspiele in Dreieichenhain sind das kulturelle Aushängeschild der Stadt. Vom 2. Juli bis zum 18. August 2019 warten die Macher wieder mit einer facettenreichen Mischung auf, präsentieren renommierte Künstler aus dem In- und Ausland. Von Frank Mahn 

Der Vorverkauf für die insgesamt 40 Vorstellungen beginnt heute. Festspielchef Benjamin Halberstadt und Programmmacher Wolfgang Barth haben auch für die 13. Auflage unter Regie der Bürgerhäuser Dreieich einen bunten Cocktail angerührt, der alle Vorlieben von Kulturliebhabern bedient. Konzerte und Schauspiele, Kabarett und Kleinkunst – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Seit Jahren eilen die Organisatoren von Rekord zu Rekord. In diesem Jahrhundertsommer kamen 24650 Besucher in den Hainer Burggarten, was einer Auslastung von 90 Prozent entspricht. „Die Mischung gibt uns recht“, meint Intendant Halberstadt. Auch für 2019 hat das Duo bekannte Hochkaräter und verheißungsvolle Neuentdeckungen verpflichtet.

Schon der Auftakt ist fulminant. Die Premiere am 2. Juli bestreitet der Doktor der Nation, Eckart von Hirschhausen. Per Videobotschaft hat der Mediziner, Kabarettist und TV-Moderator die Veranstalter schon mal wissen lassen, dass es ihm eine große Ehre sei, die Festspiele eröffnen zu dürfen. Die Premiere ist wie immer den Sponsoren vorbehalten – als Dankeschön für die jahrelange Unterstützung, wie Halberstadt sagt. Die Unternehmen tragen dazu bei, dass die Festspiele kein Zuschussgeschäft sind und sich selbst tragen. Aber keine Sorge: Von Hirschhausen präsentiert sein Programm „Endlich“ noch zwei weitere Male, am 3. und 4. Juli.

Überhaupt hat es die erste Woche gleich mächtig in sich. Das Ukulele Orchestra of Great Britain (5. Juli), das österreichische Blechbläserensemble Mnozil Brass (6. Juli) und die Italienische Opernnacht (7. und 8. Juli) garantieren ein ausverkauftes Haus. 850 Plätze gibt’s wie gehabt im Burggarten, 80 Prozent davon überdacht. Die Preise wurden in zwei der fünf Staffeln geringfügig angehoben, die Steigerung bewegt sich zwischen einem und zwei Euro. Immer enthalten: der Burgtaler in Höhe von zwei Euro. Er geht an den Geschichts- und Heimatverein, der das Geld als Eigentümer der Burg in deren Unterhaltung investiert.

Die Spielstätte hat es vielen Künstlern angetan. Deshalb sind auch viele „Wiederholungstäter“ am Start. Genannt seien nur Konstantin Wecker (17. und 18. August), Max Mutzke (1. August), Willy Astor (15. Juli), Gayle Tufts (18. Juli), Henni Nachtsheim und Rick Kavanian (25. und 26. Juli), Wladimir Kaminer (11. Juli), das Ensemble Barock am Main um Michael Quast (14. August) und natürlich Walter Renneisen und Ulrike Neradt (11. August), die ihr persönliches Dutzend in Dreieichenhain voll machen.

Burgfestspiele Dreieichenhain mit italienischer Opernnacht eröffnet: Bilder

In diesem Jahr erstmals auf der Bühne im Burggarten und 2019 wieder dabei sind unter anderem Walter Sittler (14. Juli) und Bernd Stelter (12. Juli). Wie immer haben Halberstadt und Barth auch Künstler engagiert, die ihre Dreieich-Premiere feiern. Dazu zählen die Sänger Stoppok (19. Juli) und Tom Gaebel (20. Juli). Auch Gustav Peter Wöhler und Band geben im Burggarten erstmals ihre Visitenkarte ab (3. August). Noch nicht so bekannt sind die Singer/Songwriterinnen Dota Kehr und Sarah Lesch, die am 2. August unter dem Titel „Songpoetinnen“ die Herzen des Publikums erobern möchten. Das gilt auch für das Saxofon-Quartett Sistergold (11. August). Freunde des gepflegten Discosounds können sich auf das Musical „Saturday Night Fever“ (15. und 16. August) freuen.

Zu einer riesigen Erfolgsgeschichte hat sich „Varieté unter Sternen“ entwickelt. Deshalb legen die Veranstalter noch eine Schippe drauf: Erstmals sind vier Vorstellungen angesetzt, und zwar vom 7. bis zum 10. August.

Das Programm mit allen Terminen und Preisen ist natürlich auch online.

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