Dummheit ist keine Frage des Alters

Verein klagt über Vandalismus und Vermüllung an der Burgruine

Einfach nur sinnlos: Schmiererei auf dem neuen Spielplatz in der Burg. Foto: privat
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Einfach nur sinnlos: Schmiererei auf dem neuen Spielplatz in der Burg. 

Das Problem ist alles andere als neu, aber aktuell nimmt es gerade wieder extreme Formen an: Es geht um Vandalismus und Vermüllung auf dem Gelände der Dreieichenhainer Burgruine.

Dreieichenhain – Eigentümer der außergewöhnlichen „Immobilie“ ist der Geschichts- und Heimatverein. Und dessen Vorsitzender Detlef Odenwald ist mit seinem Latein bald am Ende. Er schildert einen Vorfall, der sich in dieser Woche ereignet hat. „Die Kerbborschen des Jahrgangs 2000 haben ein großes Banner an der Burgmauer aufgehängt. Am nächsten Tag war es abgerissen“, sagt Odenwald, der fassungslos ob dieser Zerstörungswut ist.

Auch die Menge an Abfällen bereitet dem Vereinschef Sorge. „Unser Gärtner kommt mit dem Aufräumen kaum hinterher, obwohl wir mehr und größere Abfalleimer installiert haben. Was ist denn so schwer daran, seinen Abfall mitzunehmen, wenn die voll sind?“ Und es seien keinesfalls nur Jugendliche, die sich nicht an die Regeln hielten.

Auf dem neuen Spielplatz im ehemaligen Wassergraben ist eines der kleineren Spielgeräte schon kaputt – weil sich Erwachsene darauf „vergnügt“ haben. Ein weiteres Ärgernis sind Hundehalter, die ihre Vierbeiner dort ihr Geschäft verrichten lassen. Zudem muss der Verein immer wieder Schmierereien entfernen. „Wir freuen uns, wenn Menschen in der Burg verweilen und das Ambiente genießen“, sagt Odenwald. An die Besucher richtet er den eindringlichen Appell, Rücksicht zu nehmen und kein fremdes Eigentum zu beschädigen. Er wünscht sich aber auch, dass Leute, die Vorfälle beobachten, nicht einfach wegsehen.  fm

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