Nein zu Ringmaster

Dreieich (klg) - Zu den Haushaltsanträgen, die die CDU-Fraktion für die Etatberatungen vorgelegt hat, gehört auch die Einstellung des Projekts „Ringmaster“.

Ringmaster dient dem Zweck, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern und Kriminalität zu bekämpfen. Das System ermöglicht es der Polizei, die angeschlossenen Teilnehmer schnell über Telefon - mobil oder Festnetz - per SMS, E-Mail oder Fax beispielsweise über Einbruchgefahren oder betrügerische Haustürgeschäfte zu informieren.

Das geschieht so, dass die Polizei in der Neu-Isenburger Wache Warnmeldungen auf einen Datenträger speichert, die dann von dem System automatisch an die angeschlossenen Teilnehmer gesendet werden: Die Bürgerinnen und Bürger bekommen einen Anruf, eine Mail, ein Fax oder eine SMS - je nachdem, wie das vorher verabredet worden ist.

Umgekehrt können aber auch die Bürger der Polizei verdächtige oder kriminelle Handlungen melden, die von den Ordnungshütern dann wiederum in das Ringmaster-System eingespeist werden. Kosten entstehen den angeschlossenen Bürgern nicht.

Das Interesse am Ringmaster ist gering: Gut 300 Dreieicher nehmen an dem Projekt teil. Weil auch die Informationsdichte und Häufigkeit der Information durch die Polizei zu wünschen übrig lasse, stehen nach Ansicht der CDU-Fraktion die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen. Deshalb solle das Ringmaster-Projekt - 2006 von der CDU durchaus befürwortet - zum nächstmöglichen Zeitpunkt eingestellt werden.

Die Entscheidung darüber fällt im Stadtparlament am 13. Dezember.

Rubriklistenbild: © dpa

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