Corona-Krise

Rüdiger Hermanns aus Dreieich spendet tausende Schutzmasken

Geschenkt und kontaktlos übergeben erhielt das Haus Dietrichsroth 2000 Masken.
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Geschenkt und kontaktlos übergeben erhielt das Haus Dietrichsroth 2000 Masken.

Gute Nachrichten in der Corona-Krise: Ein Unternehmer aus Dreieich stattet ein Altenheim mit Atemschutzmasken aus.

  • Coronavirus grassiert im Kreis Offenbach 
  • Unternehmer aus Dreieich verschenkt tausende Atemschutzmasken 
  • Seniorenheim wappnet sich mit Spende gegen Corona-Krise

Dreieich – Atemschutzmasken sind derzeit ein gefragtes Gut – und fehlen leider oft dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden: In Alten- und Pflegeheimen, in denen die Ansteckungsgefahr im Hinblick auf das Coronavirus für die vielen betagten Menschen auf engstem Raum besonders hoch ist.

Auch im Johanniter-Haus Dietrichsroth in Dreieich fehlen die wichtigen Schutzmasken für die Mitarbeiter. Gabriele Roettger, Einrichtungsleiterin des Alten- und Pflegeheims in Dreieichenhain, kann sich nun aber freuen: Denn Rüdiger Hermanns, Inhaber der Firma Groth & Hermanns, schenkte dem Haus Dietrichsroth 2000 Masken.

Coronavirus: Masken-Spende hilft Heim in Dreieich

Da seine Schwiegermutter im Johanniter-Heim untergebracht ist, hat der frühere CDU-Landtagsabgeordnete und langjährige Stadtverbandsvorsitzende erfahren, dass diese dringend gebraucht werden. „Es kann ja nicht sein, dass die Altersheime noch nicht mal Masken für ihre Pfleger haben“, betont Hermanns. Da wollte er unbedingt helfen.

Über seine Firma, die Futterstoffe für die Textilbranche zuliefert, hat Hermanns solche Masken besorgt. Das Unternehmen, das mittlerweile Sohn Markus leitet, stellt zwar keine Masken selbst her. „Aber wir beliefern Firmen, die das machen und haben darüber entsprechende Kontakte“, sagt Hermanns. Diesen Draht zu Lieferanten nutzte er für den guten Zweck.

Corona-Krise: Unternehmer aus Dreieich lässt Schutzmasken einfliegen

Aus China ließ der „Schwarze Riese“ dementsprechend die Lieferung einfliegen. Seine Frau Biggi gab die Packungen dann kontaktlos beim Haus Dietrichsroth ab. „Es ist mir einfach ein Bedürfnis, da zu helfen. Mein Herz hängt an dieser Stadt“, betont Hermanns. Der 79-Jährige weiß aber auch: „Meine Spende ist noch nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Nun hat Hermanns schon die nächste Ladung Atemschutzmasken organisiert: Er hat Roettger weitere 3000 Stück für das Haus Dietrichsroth zugesagt. „Dann ist das Heim erst mal gewappnet.“ Zudem würde er gern weitere Masken für die beiden anderen Dreieicher Pflegeheime – das Kursana Domizil und das Haus Ulmenhof in Sprendlingen – besorgen. „Das ist mir einfach ein Bedürfnis, nun da der Bedarf so groß ist“, sagt der Senior zu seiner Motivation. Er ist überzeugt: „Wenn jeder etwas tut, kommen wir gemeinsam voran“.

Das sieht ein Unternehmer aus Neu-Isenburg (Kreis Offenbach) genauso. Auch er hat tausende Masken an Pflegeheime und Ärzte gespendet

VON JULIA RADGE

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