Hacker sollen Datenlücke ausgenutzt haben

Cyber-Attacke trifft Stadtverwaltung Dreieich und Paul-Ehrlich-Institut in Langen

 Hackerangriff auf Exchange-Server in Deutschland
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Vom Hackerangriff auf Exchange-Server in Deutschland ist auch die Stadtverwaltung Dreieich betroffen.

Erst vor wenigen Monaten war die Homepage der Dreieicher Bürgerhäuser gehackt worden. Nun hat die Bedrohung andere Ausmaße angenommen.

Dreieich – Vor zwei Wochen haben mutmaßlich chinesische Hacker eine Datenlücke bei Microsoft ausgenutzt und sich große Mengen an Daten beschafft. Sie kaperten Exchange-Server von Bundesbehörden und tausenden Unternehmen. Zu den Betroffenen zählt neben dem Paul-Ehrlich-Institut in Langen auch die Stadt Dreieich, wie Bürgermeister Martin Burlon gestern bestätigte.

Cyber-Attacke: Stadt Dreieich vermutlich „nur nebenbei“ erwischt

Attackiert wurde ein Server, auf dem der E-Maildienst Outlook läuft. Burlon geht davon aus, dass die Stadt gar nicht das Ziel war, sondern „in der Menge nur nebenbei“ erwischt wurde. Die Verwaltung stellt gerade auf Outlook um. Es wird bis dato nur von wenigen Mitarbeitern genutzt, die allermeisten arbeiten noch mit einer anderen Software. Der Angriff wurde zwei Tage vor der Kommunalwahl bemerkt. Man habe daraufhin den Server vom Netz genommen, sei auf einen externen Server umgezogen und habe den hessischen Beauftragten für Datenschutz informiert.

Sämtliche Rechner und Laptops seien gescannt worden, so Burlon. Nach bisherigem Kenntnisstand habe es „keinen personenbezogenen Datenabfluss gegeben“. Auch ist es nach den Worten des Rathauschefs zu keinem Systemausfall gekommen. Das Gerücht, die Stadt habe es mit einem Erpressungstrojaner zu tun, der Daten verschlüsselt hat und Lösegeld fordert, bezeichnet Burlon als „Unsinn“. Erst vor wenigen Monaten war die Homepage der Dreieicher Bürgerhäuser gehackt worden. fm

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