Dienstleistungsbetrieb testet Wassersäcke

Damit Bäume nicht verdursten

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80 dieser Wassersäcke testet der DLB seit Kurzem.

Dreieich - Klingt pfiffig: Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebs haben an 80 Jungbäumen im Stadtgebiet Wassersäcke angebracht. Sie sollen helfen, den Bäumchen einen guten Start zu ermöglichen und Kosten sparen.

Zu sehen sind die Säcke im Forstweg, in Frankfurter und Offenbacher Straße, an der Hainer Chaussee und in der Mainzer Straße. 75 Liter passen in die Säcke, die das Wasser über zwei Auslässe über einen Zeitraum von etwa acht Stunden langsam freisetzen. „In Abhängigkeit von den tatsächlichen Niederschlagsmengen werden die Säcke über den Sommer zirka alle drei Wochen befüllt“, berichtet der DLB. Nachdem sich die Säcke in Nordeuropa bereits seit einigen Jahren etabliert haben, begannen auch in Deutschland Städte damit, die Methode auszuprobieren. Die Erfahrungen von Frankfurt und Wiesbaden haben die Verantwortlichen des DLB ermuntert, einen Testlauf zu starten.

„Die Niederschlagsverhältnisse haben sich im letzten Jahrzehnt im Rhein-Main-Gebiet radikal verändert“, erläutert Sylvio Jäckel, verantwortlich für das Baummanagement beim DLB. „Im Sommer haben wir immer weniger Niederschläge und diese kommen dann häufig sturzflutartig, sodass das meiste Wasser einfach wegläuft und den Bäumen nicht zur Verfügung steht. Für Jungbäume ist diese Entwicklung fatal, deshalb müssen wir gegensteuern. Bei der Bewässerung mit den Säcken reduziert sich der Verlust durch Weglaufen des Wassers gegen null und das Wasser kommt da an, wo es auch gebraucht wird: an den Wurzeln.“ Im Gegensatz zur zeitintensiven Schlauchbewässerung gibt es noch einen Vorteil: Der Sack ist in zwei Minuten gefüllt. (fm)

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