„Die Präsentation wurde immer gelobt“

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Ingeborg Dittler.

Dreieich (hok) ‐ Verwundert reagiert Ingeborg Dittler, die frühere Leiterin des Dreieich-Museums, auf Äußerungen des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) nach der Übernahme der Einrichtung auf dem Burggelände. Dessen Vorsitzender Detlef Odenwald hatte gesagt, dass das alte Landschaftsmuseum tot sei.

Ingeborg Dittler, die Ende 2009 in den Ruhestand gegangen ist, betont, dass das Dreieich-Museum bisher noch nie als Landschaftsmuseum bezeichnet worden sei. Dieser Begriff werde für das Museum in Seligenstadt verwendet. Auch möchte sie die Äußerung nicht auf sich sitzen lassen, dass das Dreieich-Museum bisher etwas bieder daher gekommen sei. „Vielleicht sollte der Vorsitzende einmal die Gästebucheintragungen lesen. Es wurde immer wieder die Präsentation gelobt.“

Nicht nachvollziehen kann sie auch GHV-Vorstellungen, das Museum enger mit Veranstaltungen wie dem Burgfest und den Burgfestspielen verzahnen zu wollen. Das Museum habe bislang schon federführend und mit passenden Ausstellungen und Aktionen im und vor dem Gebäude aktiv an den Burgfesten teilgenommen. Während der Festspiele sei das Museum in den ersten Jahren bis einschließlich der Pause geöffnet gewesen. Außerdem habe es Ausstellungen passend zu Stücken gegeben.

Die Räume sind nun zusammengepfercht

Auch der Vorschlag, Handwerkskunst zu präsentieren, sei nicht neu. Ingeborg Dittler nennt die Aktionen zum Textilmarkt, zum Internationalen Museumstag, zum Burgfest und den Advent in der Spinnstube. Dabei habe man Handwerkskunst präsentiert. Sie sei gespannt, was der GHV jetzt auf die Beine stelle.

Zum Punkt der geplanten Umgestaltung des Foyers für Sonderausstellungen, Lesungen und Kleinkunstveranstaltungen merkt sie an, dass es bislang schon besondere Aktionen gegeben habe. Ingeborg Dittler nennt beispielsweise eine Uhren-Auktion, Sektempfänge und Geburtstagsfeiern für Erwachsene sowie Dia-Vorträge zur Ausstellung der Apfelweinroute in den Museumsräumen. „Allerdings wurden die meisten Vorträge wegen der großen Zuhörerzahl in den Burgkeller verlegt“.

Auch die Ankündigung, dass der Museumsfachmann Gerd Grein Exponate aus seiner Sammlung zur Verfügung stellen wolle, sieht sie skeptisch. Ingeborg Dittler kritisiert, dass die zehn Räume des Museumsdepots jetzt völlig unübersichtlich in einen Raum zusammengepfercht worden seien. So könne sich niemand darum kümmern oder Ausstellungen daraus zusammenstellen.

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