Dirk Böttcher leitet DreieichBau AöR

Führung ist komplett

+
Zum 1. Januar hat Dirk Böttcher als technischer Vorstand die Leitung der DreieichBau AöR übernommen. Der 54-Jährige und sein Team haben ihre Arbeitsplätze im Rathaus.

Dreieich - Ein Großprojekt hat Dirk Böttcher schon direkt vor der Brust. Die Bebauung des ehemaligen Opel-Geländes an der Hainer Chaussee wird die erste Herausforderung in seiner neuen Position. Von Frank Mahn

Der 54-Jährige hat zum 1. Januar als technischer Vorstand die Führung der neu gegründeten DreieichBau AöR (Anstalt öffentlichen Rechts) übernommen. Planen und Bauen sind sein Metier. Nach dem Studium in Dresden hat Böttcher als Architekt im Wohnungsbau reichlich Berufserfahrung gesammelt. Er war zunächst als Stadtplaner beschäftigt, danach viele Jahre in einem Offenbacher Architekturbüro, das sowohl für private als auch für öffentliche Auftraggeber tätig ist.

2005 wechselte Böttcher in die Wohnungswirtschaft. Seit 2010 war er in der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach (GBO) als Leiter des Bereichs Bau und Technik für den Werterhalt und die Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes verantwortlich, darüber hinaus für die Entwicklung und Umsetzung der Neubauvorhaben der Gesellschaft in Offenbach. In der Geschäftsleitung hatte er Prokura.

„Wir sind froh, mit Dirk Böttcher einen äußerst erfahrenen und in der Wohnungsbaugesellschaft versierten Fachmann für die anstehenden Aufgaben gefunden zu haben“, sagt Erster Stadtrat Martin Burlon, der auch Verwaltungsratsvorsitzender der DreieichBau AöR ist.

Am meisten habe ihn gereizt, eine junge Wohnungsbaugesellschaft mit aufbauen zu können, gibt Böttcher gestern vor Pressevertretern zu Protokoll. „Ich freue mich auf diese spannende und herausfordernde Aufgabe.“ Er habe eine kleine, aber motivierte Mannschaft kennengelernt. Das Team besteht aus sechs Personen, einschließlich Böttcher und dem kaufmännischen Vorstand Matthias Portis. Die Mitarbeiter hätten bereits im vergangenen Jahr großes Engagement im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen gezeigt, lobt der Chef.

Ihren Sitz hat die DreieichBau AöR, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt, im Rathaus. Sie wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, die Wohnraumversorgung in der Stadt für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen zu verbessern. Die Agenda ist ehrgeizig: Sie sieht für die nächsten fünf Jahre den Bau von zirka 400 vorzugsweise öffentlich geförderten Wohnungen vor. Bis zu 100 sollen auf dem ehemaligen Opel-Gelände entstehen. Nach Angaben von Martin Burlon hat der Magistrat die Planungsaufträge im vergangenen Jahr vergeben, inzwischen liege ein Entwurf vor. Noch vor Ostern solle das Konzept den städtischen Gremien vorgestellt werden.

Auch die zweite größere Baustelle ist schon definiert. Auf dem Areal des alten BIK-Hauses ist nach dessen Abriss Platz für zirka 35 Wohnungen. Für das Gebiet ist aktuell ein neuer Bebauungsplan in der Mache.

Die AöR baut aber nicht nur. Ihr wurde zu Beginn des Jahres der städtische Gebäudebestand übertragen, darunter zwei Seniorenwohnanlagen und diverse Flüchtlingsunterkünfte. Hintergrund: Bei der DreieichBau sollen alle wohnungswirtschaftlichen Aufgaben gebündelt werden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare