Dortmunder kam als Erster ins Ziel

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234 Feuerwehrfrauen und -männer sowie Läufer von zwei Polizeidienststellen starteten in der Villenkolonie.

Buchschlag - (es) Es war - fast - alles wie in den vergangenen zehn, aber besonders in den letzten drei Jahren beim größten Feuerwehrlauf Deutschlands, der in der Villenkolonie Buchschlag über die Bühne ging: Der Linienbus hatte Verspätung, der Start verzögerte sich um einige Minuten, alle 234 Starter waren mit der Organisation der Veranstaltung zufrieden, und  Harald Goepfert hat gewonnen.

Zum dritten Mal in Folge entschied der Berufsfeuerwehrmann aus Dortmund das Rennen für sich. Dieses Mal benötigte er für die Zehn-Kilometer-Distanz 36,26 Minuten. Der Streckenrekord von Matthias Jahn aus dem Jahr 2003 (34,36 Minuten) blieb ungefährdet. Schnellster von 16 Dreieicher Teilnehmern war Tadashi Makabe von den Buchschlager Brandschützern - er legte die Strecke in 44,54 Minuten zurück. Schnellste Dreieicherin wurde Lisa Makabe mit einer Zeit von 52:08 Minuten. Angetreten waren 25 Läuferinnen und 209 Läufer von 50 Feuerwehren sowie zwei Polizeidienststellen. Auch diesmal waren sechs Läufer von der befreundeten Strathclyde Fire and Rescue aus dem schottischen Glasgow dabei - und erstmals auch drei Läuferinnen der Manchester Fire and Rescue.

Bilder vom Feuerwehrlauf

10. Dreieicher Feuerwehrlauf in Buchschlag

Im Anschluss an die Siegerehrung am Abend überreichte Stadtbrandinspektor Andreas Baumbusch, der auch den Startschuss gegeben hatte, den drei Feuerwehrmännern Gary Love, Rodger McEleney und Owen McIntyre aus Glasgow die Medaillen für internationale Zusammenarbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes. „Wir haben Ihnen dies in Anerkennung Ihrer Verdienste um die Freundschaft zu den deutschen Feuerwehren und ihren Verbänden verliehen“,sagte Baumbusch.

Das Buchschlager Ereignis war der erste Wertungslauf zum Deutschen Feuerwehrlauf-Cup, die weiteren Qualifikationsläufe finden in Alzenau-Michelbach und in Cochem-Land in Ediger (Rheinland-Pfalz) statt.„Ich finde die Atmosphäre und die Streckenführung bei diesem Lauf gut“,sagte Andreas Borgmann von der Feuerwehr Emsdetten und zum vierten Mal am Start. In diesem Jahr erreichte der Brandinspektor, der 2008 in seiner Altersklasse 45 Deutscher Meister bei den Feuerwehrmännern wurde, sein Ziel: Er gehörte zu den besten fünf Läufern in der Gesamtwertung und überquerte nach nur 37,19 Minuten die Ziellinie vor dem Buchschlager Feuerwehrhaus.

Harald Goepfert gewann zum dritten Mal in Folge den Feuerwehrlauf.

Ein ähnliches Bild, was Ergebnisse und Ausführung betrifft, erwartet die Läufer und deren Anhänger sowie die Einwohner Buchschlags wahrscheinlich auch nächstes Jahr - allerdings mit einer gravierenden Veränderung: Kiyoshi Makabe, Organisator der ersten Stunde, und Niels Ulrich, Wehrführer und Mitorganisator, werden nicht mehr mit von der Partie sein.

„Ich hatte gesagt, dass ich den Lauf zehn Mal organisieren würde. Nun ist es vollbracht, das ist einfach zu viel Aufwand“,sagt der engagierte Feuerwehrmann Makabe, der nicht zuletzt aus familiären Gründen seien Funktion weitergibt. Ähnlich sieht‘s auch bei Niels Ulrich aus. Aber eins ist sicher:„Es wird weitergehen.“Dann wahrscheinlich unter der Leitung der Götzenhainer und Offenthaler Blauröcke, „aber hier bei uns in Buchschlag“.

Zwar bestünde auch die Option, diesen Lauf, der inzwischen fester Termin im Kalender der laufbegeisterten Floriansjünger in der gesamten Republik ist, auch in Walldorf stattfinden zu lassen. Dazu Niels Ulrich: „Aber er bleibt zu 90 Prozent hier.“Zu gut sei das Team eingespielt, das bei dieser „Jubiläumsausgabe“ 65 Helfer umfasste.

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