Intensiv am Sound getüftelt

Alternative-Rockband Inhuman veröffentlicht viertes Studioalbum

Haben sichtlich Spaß am Rocken: Die Band Inhuman um Sänger Jonas Fisch (links) veröffentlicht nach vier Jahren wieder ein neues Album. Viele Songs auf „Worlds Uncharted“ handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen. Die präsentieren sie ihren Fans bald auch wieder live. Foto: jost
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Haben sichtlich Spaß am Rocken: Die Band Inhuman um Sänger Jonas Fisch (links) veröffentlicht nach vier Jahren wieder ein neues Album. Viele Songs auf „Worlds Uncharted“ handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen. Die präsentieren sie ihren Fans bald auch wieder live.

Die Alternative-Rockband Inhuman aus Dreieich veröffentlicht viertes Studioalbum. Es heißt „Worlds Uncharted“.

Dreieich – Vier Jahre lang gab es keine neue Musik von Inhuman – jetzt veröffentlichen Jonas Fisch (33, Vocals, Gitarre), Christoph Pohl (33, Gitarre), Sebastian Wodtcke (34, Bass) und Timo Kraus (34, Drums) ihr viertes Studioalbum „Worlds Uncharted“. Damit bleiben sich die Dreieieicher Rocker, die schon seit 17 Jahren zusammen in der Band spielen, weitgehend treu: Für die Fans gibt es harten Rock mit melodischem Gesang, sattem Gitarrensound und Drums.

Der kreative Prozess für die jüngste Platte war ungewöhnlich lang. Die Dreieicher Musiker sind neue Wege gegangen: Sie haben sich nicht nur musikalisch ausprobiert – mit neuen elektronischen Klängen und Synthesizern –, auch den eigentlichen Aufnahmeprozess haben sie komplett selbst organisiert. In einem gemieteten Studio und mit Unterstützung des befreundeten Tontechnikers Andreas Schlegel haben sie die zehn Songs aufgenommen. „Wir haben immer wieder zwischengehört, die Musik anderen Menschen vorgespielt und Feedback bekommen, weiter daran gearbeitet. Das war langwierig, aber hat sich in jedem Fall gelohnt“, ist Fisch zufrieden. Um konzentriert weiter an ihrer Musik zu tüfteln, haben die Männer Probenwochenenden eingelegt und sind gemeinsam verreist.

In den Texten, die Sänger Jonas Fisch fast ausnahmslos selbst schreibt und mit seinen drei Band-Freunden dann die Musik dazu entwickelt, geht es um zwischenmenschliche Beziehungen – oft um toxische. Fisch versteht es selbst nicht so ganz, woher sein Interesse an vergifteten Beziehungen rührt. Autobiographisch sei das Thema nicht: „Mein Jahr hätte nicht besser sein können, ich bin gerade Vater geworden. Das Thema interessiert mich einfach“, sagt er. Der Song „Chemical“, der härteste des Albums, bringe das Thema textlich und musikalisch optimal zusammen.

Die Alternative Rocker von Inhuman haben ihr jüngstes Werk schon öffentlich präsentiert: mit einer Releaseparty in der Werkstatt in Dreieichenhain. „Das war ein großartiger Abend und er hat all unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Leadsänger Fisch. Die Band habe viel positive Resonanz bekommen.

Der emotionalste Moment für die Musiker sei es dabei gewesen, ihren Song „Light, Light“ zu spielen. „Es war ein Gänsehautmoment, mit diesem Lied auf der Bühne zu stehen“, so Fisch. Der Song steigt mit ruhigem Klavier ein und steigert sich dann zu einem Rocktitel. Das Album habe einen roten Faden, es sei wie für die Fans gewohnt eine Rockplatte und keinesfalls „weich gespült“, bekräftigt der Sänger.

Erstmals haben Inhuman für eine solche Release-Show alles selbst organisiert, haben eine aufwendige Licht- und Tonanlage organisiert und die passende Location gesucht. Die Bands Varrow aus Frankfurt, die in Dreieich ihre Bühnenpremiere feierte, und Alaska Pirate, langjährige Freunde von Inhuman, übernahmen die Rolle als Anheizer des Abends. „Unsere jeweiligen Releasepartys für die drei Vorgängeralben haben wir ja im Bürgerhaus in Sprendlingen gefeiert. Aber wir wollten es zu diesem Konzert mal so richtig proppevoll haben. Jetzt waren 150 Leute da, zumeist Menschen, die uns lange begleiten und wir hatten wirklich einen fantastischen Abend“, schwärmt Fisch. „Schön, dass die Leute immer noch neugierig sind und zu uns halten.“

Das Album „Worlds Uncharted“ kann auf CD für zehn Euro direkt bei der Band gekauft werden. Der Titel „For the last time“ kann schon auf den gängigen Online-Plattformen gestreamt werden. Das komplette Album erscheint dort am 12. Januar. Live gibt es Inhuman ebenfalls bald wieder zu sehen: Am Freitag, 17. Januar, um 21 Uhr spielen sie ein Unplugged-Konzert im Green Windows Pub im Capitol Dietzenbach.

VON NICOLE JOST

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