Die Kommunalpolitik mitgestaltet

Anton Schwarzer feiert heute seinen 80. Geburtstag

Viel Zeit verbringt Anton Schwarzer in seinem Garten und kümmert sich um seine schönen Rosen.
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Viel Zeit verbringt Anton Schwarzer in seinem Garten und kümmert sich um seine schönen Rosen.

Anton Schwarzer hat die Kommunalpolitik in Dreieich mitgestaltet. Jetzt feiert er seinen Geburtstag - und ist noch lange nicht müde.

Dreieich – Er hat über viele Jahre die Dreieicher Kommunalpolitik mitgestaltet. Am 09.06.2020 feiert Anton Schwarzer seinen 80. Geburtstag. Und weiterhin ist der Mitbegründer der örtlichen Freien Wählergemeinschaft (FWG) an den Vorgängen in der Stadt sehr interessiert. Daneben verbringt er zusammen mit seiner Frau viel Zeit in seinem Garten und freut sich, wenn die beiden Enkel zu Besuch sind.

„In meiner aktiven Zeit wurde ich oft Betonkopf genannt. Dabei hatte ich schon immer einen grünen Daumen“, versichert der Rosenzüchter, der neben seinem heimischen Garten auch ein Streuobstgrundstück pflegt.

Ausgangspunkt für den Einstieg in die Kommunalpolitik war aber sein langjähriges, aber letztlich erfolgloses Engagement für die Südumgehung Buchschlag / Sprendlingen. Eine erste Planung noch unter Bürgermeister Hans Meudt für eine Unterführung am Bahnhof Buchschlag sah den Wegfall vieler Vorgärten an der Eisenbahnstraße vor. 

Dagegen entstand eine BI, die sich für den Bau der Südumgehung stark machte. Später war das auch die Initialzündung für die Gründung der FWG. „Wir waren oft so kurz davor, dass die Straße gebaut wird.“ Doch immer wieder sei es schief gegangen. „Die Südumgehung ist zweimal an der FDP gescheitert.“ Auch wenn die Zeiten sich geändert hätten und das Auto nicht mehr oberste Priorität habe, glaubt er, dass es eine Lösung für den Bahnübergang geben müsse, nicht zuletzt wegen des weiteren Ausbaus des Flughafens.

Aber trotz des Scheiterns der Südumgehung habe sich die Gründung der FWG mehr als gelohnt. Schwarzer verweist auf viele Erfolge des politischen Engagements. So sei beispielsweise mit verhindert worden, dass das Schwimmbad geschlossen und das Hallenbad abgerissen wurde. Er erinnert sich auch an den ersten Antrag, der von der FWG unterstützt wurde. Da sei es um die Gründung des Wertstoffhofs gegangen, der angesichts des Umweltschutzes eine besondere Rolle spielt. Neben der Verkehrspolitik haben auch immer das Soziale und die Vereine sowie die Sicherheit im Mittelpunkt gestanden. Dafür seien die Mitstreiter Rita Hamper und Helmut Sauer zuständig gewesen.

Neben der Politik war ihm auch der Einsatz im Schulelternbeirat und den Vereinen immer sehr wichtig. Da nennt Schwarzer nur seine jahrzehntelange Mitgliedschaft im Obst- und Gartenbauverein Sprendlingen oder im Tennisverein DJK Buchschlag.

Noch immer ist der Jubilar, der im Sudetenland geboren wurde und seit 1969 in Sprendlingen wohnt, an den politischen Geschehnissen in der Stadt interessiert. Sehr gut findet er, dass mit Martin Burlon ein parteiloser Fachmann Bürgermeister ist. Positiv sei auch, dass viele Bürgermeister in Hessen heute kein Parteibuch mehr hätten, sondern unabhängig seien. Überhaupt sollte es mehr Fachleute in der Politik geben, findet Schwarzer. 

Gewandelt habe sich über die Jahre auch die Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung. Dort gebe es heute im Gegensatz zu früher kein Lagerdenken mehr. Gefragt seien Kompromisse. Bedauerlich sei, dass es heute überall Nachwuchsprobleme gebe. Umso mehr freut es Schwarzer, dass es unter anderem mit Peter Dommermuth, Marco Lang und Dr. Friedrich Thießen junge und engagierte Leute in der FWG gebe.

„Mit 80 bin ich noch jung an Jahren.“ Gleichzeitig möchte sich der Jubilar an Mitstreiter erinnern, die mittlerweile „im Himmel sind“. So nennt er unter anderem Klaus Tielmann, Georg Jost, Karl-Heinz Trenk, Helga Dudek, Horst Jaskulski, Günther Meiners, Annemarie Schmidt, die ihn zur BI gebracht hat, Wilhelm Pfaff sowie Dr. Egon Zimmermann und Dr. Wolfgang Kubin.

Die Corona-Zeit haben er und seine Frau Helga bislang gut überstanden. „Unsere Söhne sind hinterher, dass wir uns zurücknehmen“, erzählt Schwarzer. Einer der Söhne übernehme die Einkäufe und versorge die Eltern. „So verbringen wir unsere Zeit im Haus und im Garten.“ Und dort gebe es genug zu tun, sagt der passionierte Gärtner. Wenn er doch mal rausgeht, dann mit Maske.

Natürlich kann es wegen Corona am heutigen Ehrentag keine große Feier geben, sondern nur eine Zusammenkunft im Kreis der Familie. Und nach seinem Wunsch gefragt: „Ich hoffe, dass wir noch viel gemeinsame Zeit zusammen verbringen können.“

VON HOLGER KLEMM

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