Kooperation mit FFH

Weihnachtskino trotz Corona: Großer Ansturm auf Autokino

Auto-Kino im Dreieicher Nordpark
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Weihnachtskino: Die Insassen von rund 100 Autos sehen die Vorführung von „Der Polarexpress“.

250 Besucher haben in ihren Autos auf dem Parkdeck des Nordparks in Dreieich den Kinofilm „Polarexpress“ genossen. Die gemeinsame Aktion des Dreieicher Nordparks und des Radiosenders FFH war ein voller Erfolg.

Dreieich – Der Polarexpress donnert mit rauchendem Schornstein durch die verschneite Winterlandschaft. Der animierte Weihnachtsfilm mit Tom Hanks ist mit seinem starken Soundtrack und der rührseligen Geschichte ein echter Weihnachtsklassiker. Der Filmgenuss ist auf der großen Kinoleinwand natürlich ein besonderes Vergnügen. Für rund 250 Besucher des Pop-up-Autokinos auf dem Parkdeck des Nordparks in Dreieich-Sprendlingen ist diese Weihnachtseinstimmung trotz Lockdown möglich.

„Wir haben in der Vorweihnachtszeit sonst viele kleinere Aktionen für unsere Kunden. Die sind dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider alle ausgefallen. Wir haben lange überlegt, was wir machen könnten, was den Menschen Freude bereitet. Da ist uns die Idee mit dem Autokino gekommen“, sagt Sabine Schreiber, Center Managerin des Nordparks.

Dreieich: 100 Karten für Autokino schnell vergriffen

In Zusammenarbeit mit dem Radiosender FFH wurde die Aktion organisiert. Rund hundert Autos parken am Samstagabend mit bester Sicht auf die Leinwand auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums. „Wir haben am Montag angefangen, die Aktion zu bewerben, Donnerstag waren alle hundert Karten weg“, bedauert es Schreiber ein bisschen, dass sie so viele weitere Wünsche nicht bedienen konnte.

Die Kinobesucher, die fast aus ganz Hessen angereist sind, werden mit kühlen Getränken, Kaffee, Brezeln, Asiaboxen und Fleischwurst-Brötchen versorgt. Mit bunten Leuchtstäben aus dem Autofenster können die Kunden die Mitarbeiter heranwinken.

Autokino in der Corona-Krise: FFH-Moderatorin Julia Nestle in Dreieich mit dabei

„Ich freue mich, dass ich endlich mal wieder eine Live-Aktion moderieren kann“, sagt FFH-Moderatorin Julia Nestle. Über die Autoradios wird ihre Stimme vom Parkdeck direkt zu den Besuchern gesendet. Sie fordert die Zuschauer vor dem Filmstart zu Lichthupen und Warnblinker auf. Ein lustiges Lichterspiel ist die Folge. Nestle erklärt, auf was die Leute achten müssen. Ganz wichtig: Das Licht am Auto muss aus sein, sonst springt das Fahrzeug nachher nicht mehr an und es stört auch die Filmvorführung. „Die Stimmung ist gut, die Leute sind einfach sehr dankbar, dass sie mal wieder etwas unternehmen können“, bilanziert sie schon vor dem Filmstart.

Das bestätigt auch Christina Weng: „Solch eine tolle Idee, endlich kommen wir als Familie gemeinsam mal raus und ein Kino-Besuch gehört ja auch irgendwie in die Weihnachtszeit“, sagt die Mutter, die mit ihrem Mann Oliver und den Kinder Yannick und Carolin aus Frankfurt gekommen ist. Ihr Familien-Bus ist perfekt für das Kinovergnügen. Die beiden Kinder haben es sich mit dicken Decken auf den vorderen Sitzen bequem gemacht, damit sie auch gut sehen. Die Eltern haben auf der Rückbank viel Platz. Die Familie hat Getränke, Brezel und Fleischkäsebrötchen bestellt und Chips und Gummibärchen mitgebracht – eben alles, was zu einem richtigen Kinobesuch gehört.

Förderverein der Behinderthilfe Dreieich erhält alle Einnahmen des Autokinos

Während der Polarexpress schon über die Leinwand rauscht und die Weihnachtsbotschaft verbreitet, ist Sabine Schreiber froh, dass alles so reibungslos klappt. Bei all dem Vergnügen dient die Aktion dem guten Zweck: Der Nordpark spendet alle Einnahmen aus den Karten und dem Verkauf der Fleischkäsebrötchen. „Wir haben den Förderverein der Behinderthilfe Dreieich ausgewählt. Wir haben in Ihrer Zeitung gelesen, dass sie für einen Bus sparen. Das wollen wir gerne unterstützen“, sagt Schreiber. 1000 Euro kommen aus dem Kartenverkauf schon garantiert zusammen. (Nicole Jost)

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