Sporthalle der Weibelfeldschule

Basketballer des SV Dreieichenhain klagen über mangelnde Hygiene

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Seit Januar läuft die Bewirtschaftung der Schulen wieder in Kreisregie. Das hilft den SVD-Basketballern aber nicht bei ihren Problemen mit der Sporthalle der Weibelfeldschule. Die Stadt stellt jetzt Unterstützung in Aussicht.

Die Basketballer des SV Dreieichenhain klagen über mangelhafte Hygiene in der Sporthalle der Weibelfeldschule. Jetzt stellt die Stadt Unterstützung in Aussicht. 

Dreieich – Im Sommer vergangenen Jahres nutzten Vertreter Dreieicher Vereine bei einem Sommer-Stammtisch der Grünen die Gelegenheit, Mitgliedern von Partei und Fraktion ihre Sorgen zu schildern. Einer von ihnen war Siegfried Stefanski, Basketball-Abteilungsleiter des SVD. Das Problem: Im Gegensatz zu früher wird die Sporthalle der Weibelfeldschule, das ist die Heimspielstätte der Korbjäger, vor dem Wochenende nicht mehr gereinigt. Das ist einerseits unhygienisch, andererseits gefährlich.

Jetzt gibt es immerhin ein Signal aus dem Rathaus. Die Stadt sei bereit, gemeinsam mit dem Verein nach einer Lösung zu suchen, sagt Andreas Feldmann, Leiter des Fachbereichs Verwaltungssteuerung & Service.

Die SVD-Basketballer, die 15 Mannschaften für den Punktspielbetrieb gemeldet haben, sind an den Wochenenden die Hauptnutzer der Schulsporthalle. „Seit einem ganzen Jahr werden die Halle und die Sanitäranlage Donnerstagabend und dann erst wieder am Sonntagabend gereinigt. Freitags wird nicht geputzt. Freitags werden von 8 bis 17 Uhr Schulklassen in der Dreifelderhalle unterrichtet. Im Anschluss nutzen Vereine die Halle bis 22 Uhr für ihr Training. Am Wochenende finden bis zu acht Punktspiele der Basketballer statt. Man kann sich sicher vorstellen, dass der Zustand des Bodens in der Halle und die Sanitärräume spätestens sonntags von der Sauberkeit her nicht mehr den Anforderungen genügen, die man erwarten kann. Es ist auch schon zu leichten Unfällen in der Halle gekommen, da der Boden durch Staub nicht mehr rutschfest war“, schildert Stefanski die Probleme der Korbjäger.

Der Abteilungsleiter hat sich im Laufe des Jahres nach eigener Aussage mit mehreren Schreiben an den Kreis, die Firma SKE und die Stadt gewandt. „Auf meine letzte E-Mail vom 17. November erhielt ich von der SKE und vom Kreis überhaupt keine Antwort. Die Stadt hält sich bedeckt, ohne eine klare Stellungnahme abzugeben“, ärgert sich Stefanski. „Unter Bürgernähe und die von den Politikern gern angesprochene Unterstützung und Förderung des Ehrenamtes stelle ich mir etwas anderes vor“, fügt er frustriert hinzu.

Für den Kreis Offenbach ist die Sache klar. „Als Schulträger ist der Kreis nur für den Schulsport verantwortlich“, sagt Pressesprecherin Ursula Luh. Die Firma SKE, die als Partner des Kreises bis Ende 2019 für die Bewirtschaftung der Schulen im Westkreis zuständig war, habe früher eine Zusatzleistung erbracht und freitags gereinigt, berichtet Luh. „Das war aber nie Bestandteil des Vertrags zwischen Kreis und SKE.“ Irgendwann habe das Unternehmen diese Leistung dann eingestellt, so Luh.

Seit wenigen Tagen ist der Kreis nach 15 Jahren wieder selbst für die Unterhaltung der Schulen verantwortlich. Die Verträge mit der SKE und Hochtief sind ausgelaufen. Nahezu alle Mitarbeiter wurden in zwei neue kreiseigene Gesellschaften überführt. Das ändert freilich nichts daran, dass diese lediglich für die Sauberkeit an den Schultagen Sorge zu tragen haben. Allerdings, und das wird die Schulen freuen, gibt es eine neue Regelung: Die Hallen werden künftig von sonntags bis donnerstags jeden Abend gereinigt.

Ursula Luh weiß von anderen Kommunen, wo Vereine oder die Stadt auf eigene Kosten eine zusätzliche Reinigung bestellen. Darauf könnte es auch in Dreieich hinauslaufen. „Wir können die Situation der Basketballer nachvollziehen“, sagt Andreas Feldmann. Er stellt aber auch fest: „Wir sehen keine automatische Zuständigkeit der Stadt.“ Man sei aber gerne bereit, gemeinsam mit dem Verein eine Lösung zu entwickeln, betont der Fachbereichsleiter. Vorstellbar sei beispielsweise eine Teilung der Kosten. Ob es noch andere Möglichkeiten gebe, müsse in Gesprächen ausgelotet werden, so Feldmann.

Ein Forum zur Erörterung der Problematik ist die Sportplatzkommission. Die Stadt hatte im November für den Jahresanfang 2020 eine Infoveranstaltung für die Vorstände der Sportvereine angekündigt. Dabei soll es unter anderem um die Veränderungen gehen, die sich durch die Übernahme der Sportplätze durch den DLB ergeben. Davon betroffen ist auch der städtische Fachbereich Gebäudemanagement. Der Termin für das Treffen der Kommission steht noch nicht fest.

Von Frank Mahn

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