Erweiterungen schon jetzt möglich

Bebauungsplan „Auf der Hohl“ steht kurz vor der Verabschiedung

Durch den neuen Bebauungsplan soll jungen Familien im Bereich des Odenwaldrings die Möglichkeit zur Erweiterung ihrer Gebäude gegeben werden.
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Durch den neuen Bebauungsplan soll jungen Familien im Bereich des Odenwaldrings die Möglichkeit zur Erweiterung ihrer Gebäude gegeben werden.

Im vergangenen Sommer hatten die Stadtverordneten die Offenlage des Bebaungsplanentwurfs „Auf die Hohl in den Kellersbüschen“ in Dreieichenhain beschlossen. Nun beklagen Anwohner, dass sich seitdem nichts getan habe.

Dreieich – Ziel des Vorhabens ist eine behutsame Nachverdichtung in dem Wohngebiet aus den 60er und 70er Jahren rund um den Odenwaldring. Damit soll auf den dort erfolgten Generationswechsel reagiert werden. So soll jungen Familien in dem knapp 16 Hektar großen Gebiet die Möglichkeit zu einer Erweiterung ihrer Gebäude gegeben werden – vor allem durch den Ausbau von Dachgeschossen, ohne den Charakter der Siedlung zu beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass der alte, noch von der Stadt Dreieichenhain verabschiedete Bebauungsplan nicht mehr herangezogen werden könne.

Mitte Juli 2019 gab es zu den Plänen der Stadtverwaltung einen Erörterungstermin im katholischen Gemeindezentrum in der Taunusstraße. Aktuell befürchten Bewohner des Wohngebiets, dass der Bebauungsplan im Rathaus ruht und nicht mehr daran gearbeitet werde. Dabei wollen etliche Familien endlich ihre Gebäude erweitern, um mehr Platz für sich zu schaffen.

Andreas Feldmann, Fachbereichsleiter Verwaltungssteuerung & Service, kann da beruhigen. Der Magistrat sei momentan mit dem Abwägungs- und Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan mit der Nummer 2/17 beschäftigt. Fraglich sei, ob sich die Stadtverordneten schon in der nächsten Sitzungsrunde damit beschäftigen können. Unabhängig davon sollen Bewohnern in dem Gebiet durch die Dauer der Bearbeitung keine Nachteile entstehen. So sei eine Erweiterung auf Basis der im Bebauungsplan vorgesehenen Festsetzungen durchaus schon jetzt möglich. Feldmann empfiehlt Interessierten, dazu die Bauberatung in Anspruch zu nehmen.

Im Vorfeld der Erarbeitung gab es einen Workshop und einen Rundgang, deren Erkenntnisse mit eingeflossen seien. Vorgesehen ist, dass beispielsweise bei den Reihenhäusern in dem Gebiet die Dächer um einen bis zwei Meter angehoben werden können. Bei Doppelhäusern aus den 70er Jahren sei daran gedacht, Erdgeschosse zu erweitern und die eingeschossigen Küchentrakte aufzustocken. Maximal wären 391 Wohneinheiten und damit 76 mehr als aktuell möglich.

Im Entwurf des Bebauungsplans sind auch Vorgaben beispielsweise zur Gestaltung und Farbgebung der Häuser enthalten, um den Charakter des Ortsbilds zu wahren. Daran hat es Kritik beim Erörterungstermin gegeben. 

hok

Ein weiteres drängendes Thema in Dreieich: Die Verlängerung der Straßenbahn bis zum Sprendlinger Bahnhof. Jetzt zeichnet sich ab, dass es dazu bald Untersuchungen geben könnte. 

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