Beim CDU-Neujahrsempfang

Hartmut Honka blickt auf Wahlen 2018 zurück: Von Burlon abgehängt

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Das Dreieicher Prinzenpaar Tanja I. und Tom I. zählte zu den Besuchern des CDU-Neujahrsempfangs. Das Foto zeigt die Tollitäten mit (von links) Bernd Abeln, Karin Forner (Bremser), Sonja Strieder (CDU Sprendlingen), der Stadtverordneten Gisa Jäger, CDU-Chef Hartmut Honka, der Stadtverordneten Andrea Göbel sowie Armin und Petra Kronz (Bremser).

Dreieich – Dem Austausch zwischen Vereinsvertretern, Bürgern und Politikern dienen die Neujahrsempfänge der Parteien. Das ist beim CDU-Stadtverband nicht anders.

„Unser Treffen ist dazu da, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Hartmut Honka, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Dreieicher CDU, zur Begrüßung in der SKG-Halle. Vor den Gesprächen ließ Honka das vergangene Jahr Revue passieren. „Während 2017 für uns ein Jubeljahr war, war 2018 ein Wahljahr“, so Honka. Ihm und der ganzen Partei hätte ein anderer Ausgang der Bürgermeisterwahl besser gefallen. Doch Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt, die für die CDU ins Rennen ging, verlor deutlich gegen den Ersten Stadtrat Martin Burlon. „Aber bei den Landtagswahlen haben wir ja relativ vernünftig abgeschnitten“, betonte Honka angesichts der Tatsache, dass die CDU stärkste Partei geblieben ist. Trotzdem sei die Wahl nicht „ganz so brillant“ verlaufen.

Kopfzerbrechen bereitet dem 40-jährigen Familienvater, dass „ein Teil unserer Gesellschaft zu den extremen Rändern tendiert“. Honka blickt mit Sorge darauf, dass die AfD nun auch in den hessischen Landtag eingezogen ist. Das Auftreten dieser Partei sei „sehr gewöhnungsbedürftig“, so Honka. Sie suggeriere, dass es „unserem Land extrem schlecht“ gehe.

Natürlich sei nicht alles perfekt, „aber wenn ich sehe, wie unser Miteinander hier in Dreieich funktioniert“, stimme ihn das mehr als zuversichtlich. Es gelte wegzukommen von „der 140-Zeichen-Politik“. Vielmehr sei zu erklären, was man als Partei wolle oder auch nicht.

Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl in Dreieich: Bilder

Deutschland sei umgeben von viel Unordnung. Honka nannte Russland, Frankreich und Großbritannien, „aber wir dürfen nicht verzagen“ vor dem, was da kommen könnte. Denn eins sei klar: „Es wird Veränderungen geben.“ Auch in Dreieich. „Allein schon, weil wir einen neuen Bürgermeister haben“, sagte Honka und erinnerte auch daran, „dass wir selbst ihn als Ersten Stadtrat hierher geholt haben“. Die CDU habe nicht mit diesem Erfolg Burlons bei der Bürgermeisterwahl schon im ersten Wahlgang gerechnet.

Ein anderes Thema seiner Rede war die zunehmende Alterung der Gesellschaft. „Da wäre es klug, in Dreieich über die Einrichtung eines Hospizes nachzudenken. Das würde unsere Stadt noch einen sozialen Schritt weiterbringen“, findet Honka. Kaum sind seine Worte verklungen, schreitet auch schon das Prinzenpaar durch die Tür. Die Tollitäten Tanja I. und Tom I. richten den Besuchern des Neujahrsempfangs ihre Grüße aus. (es)

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