Verwunderung über Magistrat

CDU bleibt bei Kitas am Ball

Dreieich - Die CDU lässt nicht locker. Nach der ersten Anfrage an den Magistrat zum Thema Kinderbetreuung und einem nach Angaben von Fraktionschef Hartmut Honka konstruktiven Gespräch mit dem Stadtelternbeirat haken die Christdemokraten nach.

„Die Antworten auf unseren ersten Brief haben uns definitiv nicht befriedigt. So können wir nicht verstehen was zwischen dem Beschluss der Stadt, an der Selma-Lagerlöf-Schule zu investieren im ersten Halbjahr 2016 und Ende August 2017, dem Zeitpunkt, seit dem laut Magistrat Verhandlungen mit dem Kreis Offenbach über das Betreuungsgebäude geführt werden, geschehen ist. Hat man dort etwa über ein Jahr die Hände in den Schoß gelegt?“, fragt Ingo Claus Peter, Sprecher für Soziales und Vereine der CDU-Fraktion. Sie hofft, dass nun zumindest die weiteren kommunizierten Termine eingehalten werden. Die Einreichung des Bauantrags ist demnach im Mai vorgesehen, im Herbst soll der Baubeginn erfolgen. Im vierten Quartal 2019 will die Stadt die Einrichtung in Betrieb nehmen.

Auch der Sachstandsbericht zum Neubau der Kindertagesstätte Heckenborn ist für Honka und Co. unbefriedigend. „Aufgrund von verspäteten Leistungen eines einzelnen Unternehmens ist das gesamte Projekt in Verzug geraten“, äußert die CDU ihr Unverständnis. Momentan geht der Magistrats davon aus, dass die Kita im Juni fertiggestellt wird.

Was die Erweiterungen der Kindertagesstätten am Wilhelmshof und an der Winkelsmühle betrifft, bekundet die CDU Verwunderung über die Antwort der Stadtregierung. „Durch den Magistrat wurde die Ausführung in Modulbauweise vorgeschlagen und von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Erst nach diesem Beschluss stellte die Verwaltung fest, dass man mit dieser Bauweise keine Erfahrung hat und auch aufgrund weiterer Aufgaben keine Möglichkeit zur Erstellung des notwendigen Leistungsverzeichnisses im Jahr 2017 hatte“, ärgert sich Hartmut Honka. Daher sei ein externes Büro eingeschaltet worden. Das bringe hoffentlich die notwendige Erfahrung mit, damit es nicht zu weiteren Verzögerungen komme, hofft die CDU. Der aktuelle Zeitplan sieht für beide Ergänzungsbauten eine Fertigstellung Anfang 2019 vor.

Kita-Lunch statt Abendkarte: Als Koch-Azubi im Catering

„Papier mag geduldig sein, die dringend nach einem Betreuungsplatz suchenden Eltern können dies nicht. Wir haben dafür sehr großes Verständnis und werden den weiteren Prozess eng begleiten und notwendige Informationen einholen“, sagt Honka. Man habe den Magistrat bereits mit einem weiteren Fragenkatalog konfrontiert. So interessiert die Fraktion, wie viele Plätze in den einzelnen Einrichtungen gemäß der jeweiligen Betriebserlaubnis bestehen und wie viele dieser Betreuungsplätze Ende 2017 belegt waren. Auch mit Blick auf die Personalsituation sieht die CDU Klärungsbedarf. (fm)

Rubriklistenbild: © dpa

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