54 neue Plätze ab dem Frühjahr

Erweiterung der Kita Gravenbruchstraße angeliefert

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In luftiger Höhe schwebt der Container für den Erweiterungsbau der Kita Gravenbruchstraße: Wegen der Enge vor Ort ist die Anlieferung knifflig. Stehen alle 24 Module, sind nur noch Dämmung und Innenausbau zu erledigen.

Es geht voran in Sachen zusätzliche Kitaplätze: Vor der städtischen Betreuungseinrichtung in der Gravenbruchstraße herrscht an diesem Morgen Hochbetrieb. 

Dreieich – Ein riesiger Baukran mit 58 Metern Höhenreichweite hat sich auf dem wenig verbleibenden Platz zwischen Kindergarten und Erweiterungsgrundstück positioniert. Er platziert die Module für die Kita-Erweiterung.

Die DreieichBau AöR lässt die Arbeiten im Auftrag der Stadt ausführen. Innerhalb von nur zwei Tagen werden 24 Module – jedes 8,40 Meter auf 3,20 Meter groß und 2,90 Meter hoch – positioniert. Das ist eine Puzzlearbeit aufgrund der Enge vor Ort: Der Kran hievt Container Nummer eins – für die Versorgung für Heizung und Strom – über die Bäume auf der städtischen Grünanlage. „Das ist der schwierigste Arbeitsschritt, weil er genau auf die vorbereiteten Anschlüsse gesetzt werden muss“, erklärt der Bauleiter der beauftragten Kran-Firma aus Walldorf. Die weiteren Container mit den Gruppenräumen werden Zug um Zug an der Baustelle angeliefert. Damit wird die bestehende Kita im kommenden Frühjahr von vier auf insgesamt sieben Gruppen erweitert.

Albtraum für Mutter: Kind (2) verschwindet plötzlich aus Einrichtung: Es ist der Albtraum jeder Mutter: Sie gibt ihr Kleinkind in der Betreuung ab – und beim Abholen ist es verschwunden.

Im Augenblick sehen die Container noch nicht so schön aus. Dirk Böttcher, Geschäftsführer der DreieichBau, verspricht aber: „Wenn die Dämmung dran ist, sehen auch die Fassaden gut aus.“ Diese entsteht mittels eines Wärmedämmverbundsystems mit Putzfassade. Der Erweiterungsbau wird dann über eine Luft- Wärmepumpe beheizt. Statt bisher 100 können in der Gravenbruchstraße künftig 154 Kinder betreut werden. Damit genug Platz zum Spielen unter freiem Himmel bleibt, wird das Kita-Areal um den bisherigen Basketballplatz, der nördlich angrenzt, erweitert. Wie schon in den Einrichtungen Am Wilhelmshof und an der Winkelsmühle hat sich die Stadt auch an der Gravenbruchstraße entschlossen, die Erweiterung in Modulbauweise umzusetzen. Ein Unternehmen aus Dormagen hat für rund 1,15 Millionen Euro den Zuschlag erhalten. „Die Modulbauweise hat sich bewährt“, fasst Böttcher die Erfahrungen aus den vorherigen Projekten zusammen.

„Durch die Vorfertigung unter optimalen Bedingungen ist die Bauzeit deutlich verkürzt und das Bauvorhaben weniger mängelanfällig“, betont er. Sind die Module erst einmal aufgestellt, stehen lediglich noch der Innenausbau und am Ende die Gestaltung der Freiflächen an. „Das ist ein wichtiger Aspekt, denn bei Maßnahmen, die parallel zum laufenden Betrieb umgesetzt werden, achten wir darauf, die Behinderungen durch die Baustelle möglichst gering zu halten“, erklärt Böttcher mit Blick auf Kinder, Eltern, Erzieherinnen. Aber auch auf die Anwohner, für die die Bauzeit teilweise mit Einschränkungen oder zeitweiliger Lärmbelästigung verbunden sein kann.

VON NICOLE JOST

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