Offenthal

Großeinsatz in Dreieich: 90 Strohballen auf Aussiedlerhof in Flammen

Alle Hände voll zu tun hatte die Feuerwehr beim Brand in Offenthal. Zwar war das Feuer schnell unter Kontrolle, aber insgesamt waren die Helfer sieben Stunden im Einsatz.
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Alle Hände voll zu tun hatte die Feuerwehr beim Brand in Offenthal. Zwar war das Feuer schnell unter Kontrolle, aber insgesamt waren die Helfer sieben Stunden im Einsatz.

Dreieich – Dieses Mal war es nicht nur eine brennende Hecke wie ein paar Tage zuvor in Götzenhain. Bei einem Brand am Freitagnachmittag in Offenthal wurde jede Feuerwehrhand gebraucht. Es war gegen 16.45 Uhr, als bei der Zentralen Leitstelle in Dietzenbach mehrere Notrufe eingingen. Die Anrufer meldeten ein Feuer auf einem Aussiedlerhof in der Dieburger Straße. Die alarmierten Kräfte der Feuerwehr Dreieich, auch in diesem Fall wurde wieder die Tagesalarmschleife ausgelöst und Feuerwehrleute aus allen fünf Stadtteilen mobil gemacht, stellten auf der Anfahrt eine massive Rauchentwicklung fest.

Als die ersten Kräfte eintrafen, brannten rund 90 große Strohballen an einem Wirtschaftsweg. Extrem gefährlich: Ausgehend von den brennenden Strohballen und angefacht durch starken Wind, entzündeten sich durch Funkenflug in der näheren Umgebung weitere kleinere und größere Feuer. Durch das schnelle Eingreifen der rund 60 Feuerwehrleute, zum Teil unter schwerem Atemschutz, konnte ein Übergreifen auf die benachbarten Stallungen mit zirka 250 Nutztieren verhindert werden. „Nur durch den massiven Kräfteeinsatz und die gute Zusammenarbeit der Stadtteilwehren konnte das Feuer schnell eingedämmt und ein Übergreifen auf die Stallungen verhindert werden“, erläutert Einsatzleiter Markus Tillmann. Da in den ersten Minuten große Mengen an Wasser benötigt wurden, unterstützte die Feuerwehr Langen die Arbeiten mit einem Großtanklöschfahrzeug.

„Die besondere Herausforderung bei diesem Einsatz war es, eine stabile Wasserversorgung herzustellen“, berichtet Offenthals Wehrführer Maik Sommerlad.

Nach etwa 20 Minuten konnte Einsatzleiter Markus Tillmann „Feuer unter Kontrolle“ melden. Die Aufräum- und Nachlöscharbeiten beschäftigten die Feuerwehrleute aber über Stunden. Erst kurz vor Mitternacht machten sich die letzten Helfer auf den Heimweg. Der kraftraubende Einsatz bei sommerlichen 27 Grad und die extreme Hitze der Flammen verlangten den Brandschützern einiges ab. Bürgermeister Martin Burlon bedankte sich ausdrücklich bei den freiwilligen Frauen und Männern, die durch schnelles und gezieltes Handeln Schlimmeres verhindert hätten.

Im Einsatz waren neben 13 Feuerwehrfahrzeugen aus Dreieich die Feuerwehr Langen, das Rote Kreuz, ein Rettungswagen und mehrere Polizeistreifen. Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse.  fm

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